SPD-Fraktion erreicht, dass Grünkonzept Jagstaue in Teilen umgesetzt wird

Die AWV sorgte vor einem Jahr dafür, dass die Umgestaltung der Jagstaue nicht realisiert wird, jetzt hat die SPD mit ihrem Anliegen durchgesetzt, wenigstens einen Teil des Grünkonzepts umzusetzen.

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  • So stellt sich Landschaftsarchitekt Johann Senner den Stadtbalkon in der Crailsheimer Grabenstraße vor. Das Projekt wird auf Antrag der AWV-Gemeinderatsfraktion nicht realisiert. 1/3
    So stellt sich Landschaftsarchitekt Johann Senner den Stadtbalkon in der Crailsheimer Grabenstraße vor. Das Projekt wird auf Antrag der AWV-Gemeinderatsfraktion nicht realisiert. Foto: 
  • Im Rahmen des abgespeckten Grünkonzepts wird nun ein naturnaher Spielbereich in der Crailsheimer Jagstaue geschaffen. 2/3
    Im Rahmen des abgespeckten Grünkonzepts wird nun ein naturnaher Spielbereich in der Crailsheimer Jagstaue geschaffen. Foto: 
  • So oder so ähnlich hätte der Stadtbalkon am Jagstwehr an der Herrenmühle ausgesehen. 3/3
    So oder so ähnlich hätte der Stadtbalkon am Jagstwehr an der Herrenmühle ausgesehen. Foto: 
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Die Umgestaltung der Jagstaue spielte im STEP-Prozess eine große Rolle. Letztendlich lagen gleich zwei Vorschläge auf dem Tisch: Ein von Crailsheimern in einer Bürger-Planungswerkstatt entwickelter und einer des international renommierten Landschaftsplaners Johann Senner. Doch realisiert wurde keiner, weil die AWV im Rahmen der letztjährigen Haushaltsberatungen das Vorhaben blockierte.

Doch im Sommer setzte die SPD-Fraktion das Thema wieder auf die kommunalpolitische Agenda, indem sie beantragte, Gelder, die für den Bau einer zweiten Zufahrt zum Parkhaus Grabenstraße vorgesehen waren, für die Realisierung von Elementen des Grünkonzeptes zu verwenden. Dieser Antrag wurde von der Stadtverwaltung mit dem Argument unterstützt, dass der noch verfügbare Betrag von 220.000 Euro nicht für den Bau der Zufahrt zum Parkhaus ausreicht, mit ihm aber eine abgespeckte Version des Grünkonzepts finanziert werden kann.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stimmte eine Mehrheit des Gremiums dem Vorhaben zu. Abgelehnt wurde der Antrag der UGL, dass die STEP-Arbeitsgruppe Jagstaue über die Verwendung der Mittel entscheiden solle. Realisiert wird ein Plan der Bauverwaltung, der aber vom Gemeinderat auch noch verändert wurde. Auf Drängen der AWV wird auf die Anlegung eines "Stadtbalkons" (50.000 Euro) verzichtet. Diese Aussichtsplattform hätte beim Wehr an der Herrenmühle gebaut werden sollen.

Die aus dem Förderrahmen "Sanierung westliche Innenstadt" zur Verfügung stehenden 220.000 Euro werden nun dafür verwendet, in der Jagstaue einen naturnahen Spielbereich einzurichten.

Der Beschluss des Gemeinderates bedeutet das Aus für die neue, zweite Zufahrt zum Parkhaus in der Grabenstraße. Sie hätte über den Dekan-Matthes-Weg erfolgen müssen und war von der SPD-Fraktion stets abgelehnt worden. Stadträtin Helga Hartleitner verwies in der jüngsten Sitzung des Stadtparlamentes darauf, dass sich die Auslastung des Parkhauses deutlich verbessert habe und deshalb auf eine teure zweite Zufahrt verzichtet werden könne.

Apropos Verzicht: Weil das Grünkonzept Jagstaue vom Gemeinderat nicht in den Haushaltsplan für dieses Jahr aufgenommen worden ist, kann nun ein Projekt nicht realisiert werden, für das es einen Zuschuss gegeben hätte: das "grüne Klassenzimmer". Unlängst teilte das Regierungspräsidium der Stadtverwaltung mit, dass aus Erlösen der Glücksspirale 25.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Da aber im Haushaltsplan keine Planungsmittel eingestellt sind, kann der Zuschuss nicht abgerufen werden. Die Verwaltung wollte das "grüne Klassenzimmer" für den Freiluft-Unterricht in der Bergwerkstraße unterhalb des Albert-Schweitzer-Gymnasiums einrichten.

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