Sieben Monate in der Fremde

Von Schrecken und Freuden der Jungen und Mädchen aus Tirol, Vorarlberg und Graubünden, die einst in Schwaben zu harter Arbeit gezwungen wurden, handelt "Schwabenkinder". Zu sehen ist das Stück am 23. Februar.

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Schüler des Firstwald-Gymnasiums Mössingen spielen die "Schwabenkinder", die in die Fremde ziehen, um anderer Leute Vieh zu hüten. Foto: Theater Lindenhof

Dreihundert Jahre lang sind jedes Frühjahr Kinder aus den Alpenregionen in einer mehrtätigen Wanderung nach Oberschwaben gezogen, um sich dort als Hütekinder bei wohlhabenden oberschwäbischen Bauern zu verdingen. Sieben Monate Fremde, sieben Monate harte Arbeit, sieben Monate ohne Schulbildung, sieben Monate dem Wohlwollen oder der Knute des Bauern ausgeliefert, oft genug bei nur ärmlichem Essen. Doppeltes Häs (Kleidung), a bissle Geld und freie Station, das war übers Jahr gesehen der ganze Lohn.

Im Spiel und durch die Berichte eines Chronisten, eines Bauern und eines Pfarrers werden in dem Theaterstück die Schrecken, aber auch die Freuden des Schwabenkinddaseins reflektiert. In der Konfrontation mit der Lebensrealität früherer Kindergenerationen entstehe so auch eine Auseinandersetzung mit dem Vermögen und den Ansprüchen unserer gegenwärtigen Kinder- und Jugendwelt, schreiben die Veranstalter.

Diese Inszenierung schuf das Theater Lindenhof Melchingen in Zusammenarbeit mit dem Firstwald-Gymnasium Mössingen. Dessen Schüler stellen die Schwabenkinder dar - und werden dafür von der Presse hoch gelobt. Sie würden "schlichtweg großartig den Schwabenkindern Gesicht und Emotion geben", schreibt der Reutlinger Generalanzeiger.

Info Die Aufführung beginnt am Samstag, 23. Februar, um 20 Uhr in der Turn- und Festhalle Ingersheim. Veranstalter ist die Theatergemeinde Crailsheim. Karten gibt es unter Telefon (07951) 930312.

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