Reis, Stärke und knorrige Esche

Zeigen, was man kann und Erfahrungen mit Prüfungssituationen sammeln: 70 Schüler der Eugen-Grimminger-Schule traten kürzlich gegeneinander an. Drei angehende Landwirte fahren zum Landesentscheid.

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Hämmern für den Sieg: Angehende Landwirte bauen in der Werkstatt der Eugen- Grimminger-Schule einen Gerätehalter aus Metall. Foto: Kerstin Schellhorn

Matthias Leuser und Dorothea Meine: So heißen die beiden Gewinner des ersten Vorentscheides des "Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend". Leuser gewann im Bereich Landwirtschaft, während Meine im Bereich Hauswirtschaft ganz oben auf dem Treppchen stand. Alle 70 Auszubildenden - 60 angehende Landwirte und 10 angehende Hauswirtschafter - wurden in drei Etappen geprüft.

Neben einer schriftlichen Prüfung zum Allgemeinwissen und zur Berufstheorie galt es, in einer praktischen Übung zu punkten. Die zehn Auszubildenden in der Hauswirtschaft mussten innerhalb einer Stunde verschiedene Brotaufstriche zubereiten. Wie ihre neun Mitschülerinnen konnte sich auch Siegerin Dorothea Meine die Rezepte zuhause überlegen und die notwendigen Zutaten im Voraus einkaufen.

Ein Stockwerk tiefer feilten und hämmerten die angehenden Landwirte, eingeteilt in Gruppen, an Metallstücken. Am Ende sollte daraus ein Gerätehalter entstehen. Der 18-jährige Auszubildende Max Hollenbach aus Kleinansbach zeigte sich ebenfalls gelassen: "Das seh ich ganz locker, wir sind ja Praktiker, und deshalb habe ich mir da keine Gedanken gemacht."

Zum praktischen Teil gehörten aber auch die so genannten Bestimmungsübungen: Mehrere Schälchen waren gefüllt mit Lebensmitteln oder landwirtschaftlichen Werkstoffen wie Futtermittel, Saatgut und Holz. Die Wettkämpfer mussten erkennen, um was es sich handelt. Wer da Milchreis von Langkornreis und Stärke von Mehl unterscheiden konnten, sammelte wichtige Punkte. Am schwersten hätten sich die Landwirtschaftschüler mit einem Stück altem Eschenholz getan, sagte Landwirt Daniel Stier, der im Wettbewerb als Wertungsrichter fungierte. Knorrig und rau sah es einer Esche kaum ähnlich.

An der dritten Etappe des Berufswettbewerbs mussten die Hauswirtschaftsschüler präsentieren, wie Hände richtig gewaschen und desinfiziert werden. Die angehenden Landwirte sollten hingegen ihren Ausbildungsbetrieb vorstellen.

Im Bereich Hauswirtschaft qualifizierte sich Siegerin Dorothea Meine für den zweiten Vorentscheid des Berufswettbewerbs auf Landesebene. Bei den Landwirtschaftsschülern dürfen die ersten Drei eine Runde weiter. Neben Matthias Leuser sind das Jan Ehrmann und Maximilian Ludwig.

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