Regen trübt die Festlust nicht: Muswiese kann auf ihre Freunde bauen

Drei von fünf Tagen der Muswiese 2013 sind mittlerweile schon wieder Geschichte. Zeit also für eine Zwischenbilanz, die heuer im Wortsinn "feucht-fröhlich" ausfällt: Petrus feierte (bis jetzt) woanders.

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Das Tief "Xenon" dreht derzeit seine rüden Runden über Europa. Bis auf den sonnigen Sonntagnachmittag lag Musdorf bislang mittendrin in dem nassen Schlamassel, der vor allem die Parkplätze auf den Feldern und Wiesen rings um Musdorf in Schlammwüsten verwandelte. Über 200 Kubikmeter Hackschnitzel und etliche Tonnen Schotter haben die Bauhof-Mitarbeiter der Gemeinde Rot am See herangekarrt, um wenigstens die wichtigsten Knotenpunkte des Musdorfer Jahrmarktes einigermaßen befahr- und begehbar zu machen.

"Unglaublich schlecht" - so kommentierte Bürgermeister Siegfried Gröner gestern bei der Viehprämierung das Muswiesen-Wetter. "Aber es ist auch unglaublich, mit welcher Gelassenheit die Musdorfer Bürger, ein Großteil der Händler und die Schausteller diese Wassermassen hinnehmen". Zum Beispiel Welda Zinnecker aus Landshut, die beim "Burner" in der Kommandozentrale sitzt und kein bisschen schimpft, obwohl dieses schutzlos im Regen stehende Fahrgeschäft völlig vom Wetter abhängig ist: "Man muss es halt nehmen, wie es ist."

Die Schaustellerin machte ebenfalls eine Erfahrung, die schon immer als absolutes Muswiesen-Phänomen gilt: "Der Regen strömt und die Leute strömen auf den Festplatz - das kenne ich sonst nicht."

Die feuchten Launen des Wetters machten auch der Polizei das an sich entspannte Muswiesen-Leben schwer: Heillos zugeparkte Straßen, eine sonntägliche Blechlawine im Dauer-Stau und ein Massenansturm auf die letzten Muswiesen-Busse in der Nacht stehen heuer bei den Beamten auf der EinsatzAgenda.

Weil aber die Muswiese keine hohenlohische Version des krachledernen Münchner Oktoberfestes ist, hatten es die Polizisten der Muswiesen-Wache bis jetzt nur mit drei promillebedingten Keilereien zu tun. Ein Langfinger griff nach dem Geldbeutel eines Händlers und drei vermisste Kinder tauchten wohlbehalten wieder auf.

Und wer in den Musdorfer Wirtschaften zu tief ins Glas geschaut hat, lässt offenbar seinen fahrbaren Untersatz stehen: Bislang jedenfalls hat die Polizei noch keinen Führerschein kassiert.

In Grenzen hielt sich auch die Arbeit der DRK-Bereitschaft aus Blaufelden, die es auf der Muswiese bis jetzt nur mit den üblichen Begleiterscheinungen eines Festes zu tun hatte.

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