Platz für viele neue Wohnhäuser

Crailsheim ist nicht Berlin und nicht München, aber auch in der Großen Kreisstadt an der Jagst wird der Wohnraum knapp. Entspannung sollen zwei Baugebiete bringen, die derzeit erschlossen werden.

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In Crailsheim und Goldbach werden derzeit zwei Baugebiete erschlossen. Foto: Andreas Harthan

Auch in Crailsheim wird die Bevölkerung schrumpfen - und doch ist die Nachfrage nach Wohnungen und Bauplätzen "immens groß", wie Baubürgermeister Herbert Holl auf HT-Anfrage sagte. Er hat in den vergangenen Jahren großen Wert darauf gelegt, dass innerstädtische Brachflächen bebaut werden - innen vor außen heißt das Motto. Aber mit der Reaktivierung dieser Flächen allein lässt sich die Nachfrage nicht befriedigen.

Und so haben sich Verwaltung und Gemeinderat vor dem Hintergrund, dass im Westen der Stadt (Konversionsgelände) die Bauplätze knapp werden, entschlossen, im Osten Crailsheims Bauland auszuweisen. Die Baugebiete "Kappeläcker" (am östlichen Stadtrand an der Straße nach Goldbach) und "Schlosswiesen" (am Ortseingang von Goldbach aus Richtung Crailsheim kommend) werden derzeit erschlossen. "Kappeläcker" ist rund 6,5 Hektar groß und beinhaltet rund 65 Bauplätze, die "Schlosswiesen" umfassen drei Hektar. Hier können um die 30 Bauplätze ausgewiesen werden.

In Sachen "Kappeläcker" ist der Erschließungsaufwand höher als sonst üblich. Zum einen muss ein Ersatz für den wegfallenden Sportplatz gefunden, zum andern muss einiges für den Lärmschutz getan werden. Da sich das Baugebiet zwischen zwei Straßen befindet (L 1066 und K 2654) und zudem an ein Gewerbegebiet angrenzt, muss ein 3,50 Meter hoher Erdwall aufgeschüttet werden, der den Lärm von der Schönebürgstraße und vom Gewerbegebiet abhält. Außerdem muss zur Goldbacher Straße hin eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden.

Werden alle Bauplätze in den beiden Gebieten verkauft, bieten "Kappeläcker" und "Schlosswiesen" für mehr als 400 Menschen eine neue Heimat. Insbesondere im Fall Goldbach geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Bauplätze schnell weg sind, gilt dieser Stadtteil doch seit jeher als attraktiver Wohnplatz.

Laut Umweltbericht hat das Baugebiet "Kappeläcker" keine negative Auswirkung auf das benachbarte Landschaftsschutzgebiet und die anderen Schutzgebiete im Umkreis. Die Gutachterin verweist einerseits darauf, dass sich eine Bebauung immer nachteilig auf das Landschaftsbild auswirke, andererseits sei es bei "Kappeläcker" doch so, dass das Baugebiet künftig das Gewerbegebiet zumindest "in der Sichtachse von Osten her kaschiert". Der Verlust von rund 5000 Quadratmetern Magerwiese wird dadurch ausgeglichen, dass andernorts eine Magerwiesenfläche angelegt wird.

Kaum noch Platz für große Neubaugebiete
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