Oberbürgermeister Michl ist zufrieden: "Crailsheim hat viel geschafft"

Den freundlichen Umgang der meisten Crailsheimer mit Flüchtlingen würdigte Oberbürgermeister Michl beim Volksfestempfang.

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  • Zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung, unter ihnen auch die Stadträtin Eva Doose, sowie die Stadträte Norbert Berg und Magnus Krause. 1/4
    Zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung, unter ihnen auch die Stadträtin Eva Doose, sowie die Stadträte Norbert Berg und Magnus Krause. Foto: 
  • Eine schöne Volksfesttradition: Beim Empfang im Rathaus begrüßen Oberbürgermeister Rudolf Michl und seine Frau Eva-Maria vor dem Ratsaal jede Besucherin und jeden Besucher mit Handschlag. 2/4
    Eine schöne Volksfesttradition: Beim Empfang im Rathaus begrüßen Oberbürgermeister Rudolf Michl und seine Frau Eva-Maria vor dem Ratsaal jede Besucherin und jeden Besucher mit Handschlag. Foto: 
  • OB Michl mit Michal Dec, dem stellvertretenden Bürgermeister aus Bilgoraj (links) und Manfred Salinger vom Crailsheimer Bilgoraj-Komitee. 3/4
    OB Michl mit Michal Dec, dem stellvertretenden Bürgermeister aus Bilgoraj (links) und Manfred Salinger vom Crailsheimer Bilgoraj-Komitee. Foto: 
  • Oberbürgermeister Michl mit Bürgermeister Skirmantas Mockevicius aus Jubarkas; in der Mitte die Dolmetscherin Vida Paskauskiene. 4/4
    Oberbürgermeister Michl mit Bürgermeister Skirmantas Mockevicius aus Jubarkas; in der Mitte die Dolmetscherin Vida Paskauskiene. Foto: 
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Einen sichtlich  zufriedenen Oberbürgermeister erlebten die Gäste des Volksfestempfangs am Samstagmorgen im Rathaussaal. Rudolf Michl bedankte sich beim Gemeinderat für ein „produktives Jahr“ in der Kommunalpolitik, er bedankte sich nochmals beim Kreistag für den Beschluss, ein neues Krankenhaus in Crailsheim zu bauen, und er bedankte sich bei der Bürgerschaft für ihr Engagement in der Flüchtlingsbetreuung.

Michl ist zudem stolz. Stolz auf eine Stadt, die seit dem letzten Volksfest „viel geschafft hat“. Stolz auf ein Land, das ein stabiles politisches System hat, in dem Meinungsfreiheit herrscht und Wohlstand für viele gegeben ist.

Nicht zufrieden ist der Crailsheimer Oberbürgermeister mit Abgeordneten,, die sich von populistischen Parolen beeinflussen lassen. „Wer mit Schlagworten Scheinlösungen vorgaukelt, redet tatsächlich oft über nichts anderes als Diktatur“, warnte er. Demokratie brauche Geduld, und die Lösung vieler Probleme gelinge eben nicht von heute auf morgen. Ohne Namen zu nennen, kritisierte Michl Parlamentarier: „Dass mit solcher Schweißarbeit  manche Abgeordnete ihre Schwierigkeiten haben, kann jeder Interessierte verfolgen.“

Es beunruhigt Michl zunehmend, dass diejenigen, die nur motzen wollen, mehr und mehr den Ton in der Politik in Deutschland bestimmen. Es gehe nicht an, Menschen, die sich um die Betreuung von Flüchtlingen kümmern, als „Willkommensklatscher“ und „Gutmenschen“ zu diffamieren. Gerade diese Menschen hätten Lob und Anerkennung verdient. Umso mehr freue er sich, dass es viele solcher Menschen in  Crailsheim gebe. „Das offenbart eine Kultur von menschlicher Verantwortung, die nicht nur dem Nachbarn von nebenan gilt, sondern ebenso Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen müssen“, hob er hervor.

Dass gerade das Crailsheimer Volksfest ein Symbol für Völkerverständigung ist, zeigt sich Jahr für Jahr aufs Neue. Gruppen aus den Partnerstädten marschieren im Festzug mit und treten in der Stadt auf. Sie sind auch zum Volkfestempfang eingeladen und so sprach am Samstag nicht nur der Crailsheimer Oberbürgermeister. Skirmantas Mockevicius, Bürgermeister in Jubarkas (Litauen), würdigte die Bedeutung von Städtepartnerschaften genauso, wie Michal Dec, stellvertretender Bürgermeister von Bilgoraj (Polen). Mit dabei waren beim Empfang auch der neue Austauschschüler aus Worthington (USA), Dominique Burns, und eine Abordnung einer schwedischen Musikgruppe, die freundschaftliche Verbindungen zur Crailsheimer Bürgerwache pflegt.

Dass Oberbürgermeister Rudolf Michl im vorletzten Jahr seiner ersten Amtszeit einen sichtlich zufriedenen Eindruck macht, liegt sicherlich auch daran, dass er unlängst Opa geworden ist, wie er am Samstag berichtete. Aljoscha heißt der Sohn seiner in Leipzig lebenden Tochter Lena-Lisa.

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