Nicht alle kommen zum Zug

Neuer Film von Waldemar Jauch stößt auf riesiges Interesse. Bei der Premiere strömen mehr Menschen ins Rathaus, als der Saal fassen kann.

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  • Waldemar Jauch ist nicht nur ein renommierter Filmer, er hat auch künstlerisches Talent, wie dieser Linolschnitt belegt.  1/2
    Waldemar Jauch ist nicht nur ein renommierter Filmer, er hat auch künstlerisches Talent, wie dieser Linolschnitt belegt. Foto: 
  • Die Premiere von Waldemar Jauchs (roter Pullover) Film im Rathaussaal war „ausverkauft“. 2/2
    Die Premiere von Waldemar Jauchs (roter Pullover) Film im Rathaussaal war „ausverkauft“. Foto: 
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Crailsheim ist noch immer eine Eisenbahnerstadt. Diese Tatsache bestätigt sich mit jeder Veranstaltung anlässlich des Bahnjubiläums. Besonders eindrücklich war das am Montag zu erleben, als Waldemar Jauch von den Crailsheimer Film- und Videofreunden seinen neuen Film „Crailsheimer Bahnhofsgeschichte und -geschichten“ im Rathaussaal vorstellte. Der Andrang war so groß, dass der Platz nicht ausreichte. Etliche Menschen mussten auf eine spätere Vorführung des Films (Termin steht noch nicht fest) vertröstet werden.

Diejenigen, die einen Platz im Saal ergatterten, erlebten eine Filmpremiere, an die sie sich noch lange erinnern werden. Der Film des erst vor Kurzem mit dem goldenen Horaff ausgezeichneten Waldemar Jauch ist von beeindruckender Qualität und wegen seines Themas „wichtig für die Crailsheimer Seele“, wie es Folker Förtsch, Stadtarchivar und stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins, ausdrückte. Das neueste Werk von Jauch dokumentiert die goldene Zeit Crailsheims als Eisenbahn(er)stadt, es erzählt bewegende Geschichten aus der Dampflokzeit. Und – das ist sein Hauptverdienst – rückt eines der wenigen aus dieser Zeit übrig gebliebenen Bauwerke aus dieser Mitte der 1970er-Jahre zu Ende gegangenen Zeit in den Mittelpunkt: den unter Denkmalschutz stehenden Wasserturm. Mit teilweise spektakulären Bildern aus dem Innern des Gebäudes wartet der Film auf, der aber auch dokumentiert, dass der Zahn der Zeit gewaltig an dem Denkmal nagt.

In seiner Begrüßung hatte Gernot Mitsch, der Vorsitzende des Historischen Vereins, von der „ruhmreichen Vergangenheit“ der Eisenbahnstadt gesprochen. und davon, dass die Bahn „die Stadt nachhaltig geprägt hat“. Förtsch berichtete von der „Wehmut“ die ihn beschleicht, wenn er Bilder von damals sieht. „Ärgerlich“ findet er, dass viele Bahnanlagen abgerissen wurden, ohne darüber nachzudenken, ob sie für die Nachwelt von Bedeutung sein könnten. Umso wichtiger ist, dass das, was übrig geblieben ist, erhalten wird – etwa der Wasserturm. Das liegt auch dem Filmemacher am Herzen. Er betonte, dass sein Film „Denkanstöße“ geben soll, wie es mit dem Wasserturm weitergeht. Jauch wörtlich: „Die Zeit drängt.“

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