Martinsfeiern begeistern zahllose Kinder

"Rabimmel, rabammel, rabumm" tönt es in diesen Tagen aus Hunderten von Kindermündern. Sankt Martin teilt seinen Mantel mit dem Bettler - auch heuer wieder. Das HT hat sich unters Publikum gemischt.

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  • Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ein Island-Pony wartete schon auch auf die Kinder zum Martinsumzug durch den Ort. Der Roßfelder Martin indes nahm mit einem Steckenpferd vorlieb. Dem jungen Publikum wars gleich. Fotos: Mathias Bartels 1/2
    Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ein Island-Pony wartete schon auch auf die Kinder zum Martinsumzug durch den Ort. Der Roßfelder Martin indes nahm mit einem Steckenpferd vorlieb. Dem jungen Publikum wars gleich. Fotos: Mathias Bartels
  • An der Dreifaltigkeitskirche erschien Martin mit einem richtigen Pferd und teilte seinen Mantel mit dem Bettler. 2/2
    An der Dreifaltigkeitskirche erschien Martin mit einem richtigen Pferd und teilte seinen Mantel mit dem Bettler.
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Der 11.11. ist bekanntlich nicht nur ein Hoch-Tag für Karnevalisten und Faschingsfreunde, es ist eben auch der Gedenktag des Heiligen Martin. Die Geschichte kennt man: Der Gardesoldat in römischen Diensten teilt seinen Mantel mit einem frierenden Bettler - am nächsten Tag erscheint ihm im Traum Christus, bekleidet mit eben jenem halbierten Kleidungsstück. Zwar waren laut Überlieferung die Gardemäntel weiß, doch dargestellt wird die Legende stets mit einem roten Überwurf. Das war jetzt auch auf dem Sauerbrunnen und in Roßfeld so und nicht anders.

Für die Kinder, ihre Eltern, Großeltern, Verwandten und Freunde ist die Darstellung dieser Barmherzigkeits-Story stets ein Quell der Freude und quasi der Auftakt zur Weihnachtszeit. Und da wird auch nicht unterschieden, ob Martins Ross nun groß oder klein oder womöglich gar nur ein Steckenpferd ist - wie jetzt in Roßfeld. Zwar wartete da im Hintergrund längst Carolin Hilgärtner mit ihrem robusten Islandpony Faxi vom Hagenhof darauf, den Laternenumzug durch den Ort anzuführen, doch die Mantelteilung erlebten die faszinierten Kinder eben als Variante der "Ritter von der Kokosnuss" - was ihnen wahrlich nicht den Spaß verhagelte.

Im Anschluss gabs wie immer Martinswecken und Kinderpunsch für die Kleinen, den ersten Glühwein für die Erwachsenen und die Gewissheit, sich so langsam auf den Advent einschwören zu dürfen. Die Dorfgemeinschaft als Veranstalter gestaltete den Martinstag erneut nach dem Vermächtnis der Rosine Gläß, die mit einer Spende vor ihrem Tod bestimmt hatte, dass alle Kinder mit Backwerk beschenkt werden. Ihre Stiftung führt die Roßfelder Gemeinschaft bis heute weiter.

Echtes Pferd im Einsatz

An der Dreifaltigkeitskirche waren Holzpferdchen und Isländer kurzerhand durch ein "richtiges" Pferd ersetzt worden. "Ritter Ludwig" und seine Schwester Luise tauchten in Gaby Zieglers Märchenspiel in der gerade 50 Jahre alt gewordenen Kirche auf, wo Pfarrer Thomas Hertlein mit Kindergarten und Eichendorffschülern eine kurze Martinsandacht vorbereitet hatte. Tradition auch hier: Die Posaunenbläser aus Altenmünster bekamen als "Lohn" ihr Schnäpschen. Logisch: Auch an vielen anderen Orten tauchten am Dienstag Martin und seine Fans auf.

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