Mäzen, Verfolgter, Genossenschafter

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Nach 1945 war Eugen Grimminger Präsident des Landesverbands landwirtschaftlicher Genossenschaften.  Foto: 

„Eugen Grimminger: Genossenschaftler – Mäzen – Verfolgter“ ist der Titel des Vortrags, den der Arzt Dr. Alexander Wild am Mittwoch, 27. September, um 19.30 Uhr im Ratssaal hält.

Am 29. Juli 2017 jährte sich zum 125. Mal der Geburtstag Eugen Grimmingers. In seiner Geburtsstadt Crailsheim ist Grimminger vor allem als Förderer der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ bekannt – ein Engagement, das seiner jüdischen Frau Jenny das Leben kostete. Er selbst entging nur knapp einem Todesurteil.

Eugen Grimminger absolvierte auf dem Crailsheimer Rathaus eine Verwaltungslehre und arbeitete als Verwaltungsbeamter, unter anderem beim Kommunalverband des Oberamts Crailsheim. In dieser Zeit lernte er Robert Scholl, den Vater der Geschwister Scholl kennen. Beide verband eine pazifistische Grundhaltung.

Nachdem Grimminger wegen seiner Mischehe in Crailsheim verfemt wurde, zog er nach Stuttgart und arbeitete als Revisor und Wirtschaftstreuhänder. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte er sich im württembergischen Genossenschaftswesen.

Der Referent Dr. Alexander Wild ist im Hause Grimminger ein- und ausgegangen. Er lernte Eugen Grimminger und dessen zweite Frau Tilly als zehnjähriger Bub kennen und war für sie wie ein Enkel. Seine Mutter Hedwig Wild war Mitarbeiterin Eugen Grimmingers und über viele Jahre Vorsitzende der Grimminger-Stiftung für Zoonosen-Forschung. Es gibt heute sicher keinen Zeitgenossen mehr, der Eugen Grimminger persönlich so nahe stand.

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