Liebeserklärung des Bürgermeisters an die Muswiese: "Sie ist und bleibt einzigartig"

Am Sonntag wurde er offiziell eröffnet, der älteste Hohenloher Jahrmarkt. Und weil sie so vieles ist, die Muswiese, ist sie einzigartig, hob Bürgermeister Siegfried Gröner bei der Begrüßung der Ehrengäste hervor.

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  • Für Bürgermeister Siegfried Gröner ist die Muswiese auch bei schlechtem Wetter das "schönste und beliebteste Fest in der Region". Fotos: Sebastian Unbehauen 1/3
    Für Bürgermeister Siegfried Gröner ist die Muswiese auch bei schlechtem Wetter das "schönste und beliebteste Fest in der Region". Fotos: Sebastian Unbehauen
  • BDS-Vorsitzender Manfred Setzer (links) freut sich über den Besuch des Rothenburger Oberbürgermeister Walter Hartl und seiner Frau. Foto: Harthan 2/3
    BDS-Vorsitzender Manfred Setzer (links) freut sich über den Besuch des Rothenburger Oberbürgermeister Walter Hartl und seiner Frau. Foto: Harthan
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Dass in diesem Jahr das Festgelände überhaupt erreichbar ist, ist mal wieder den Männern von Bauhof und Feuerwehr zu verdanken. Die verteilten viele Kubikmeter Holzhackschnitzel und Tonnen von Schotter auf dem Festgelände und drumherum und verhinderten so, dass die Muswiese im Schlamm versinkt. Regenwetter: Das sorgt für klingende Kassen, auch bei denen, die nicht direkt auf der Muswiese ihre Geschäfte machen - bei Autowaschanlagen und Reinigungen etwa. Aber von ein bisschen Schmutz an Schuhen, Hosen, Röcken und Autos haben sich Muswiesengänger noch nie abschrecken lassen. Sie wissen ja: Bleiben sie mit dem Auto auf dem Parkplatz stecken, kommt einer der freundlichen Musdorfer Bauern mit dem Schlepper und zieht die Karre aus dem Dreck. Und so konnte Bürgermeister Siegfried Gröner gestern bei der offiziellen Eröffnung unwidersprochen behaupten, dass die Muswiese "das schönste und beliebteste Fest in der Region ist - auch bei schlechtem Wetter".

Wie groß die Anziehungskraft dieses Jahrmarktes auch in wahlkampffreier Zeit ist, wurde gestern so richtig klar: Es waren nicht nur die Europaabgeordneten Inge Gräßle (CDU) und Evelyne Gebhardt (SPD) gekommen, sondern auch die Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten (CDU) und Harald Ebner (Grüne). Und auch die Landtagsabgeordneten Nikolaos Sakellariou (SPD) und Friedrich Bullinger (FDP) hatten den Weg durch den Schlamm ins Gewerbezelt gefunden. Einer durfte sowieso nicht fehlen: Landrat Gerhard Bauer. Von den Gästen aus Bayern begrüßte Gröner den Oberbürgermeister von Rothenburg ob der Tauber, Walter Hartl. Dessen Crailsheimer Amtskollegen Rudolf Michl wollte Gröner ("Der hat ja vor wenigen Wochen das zweitschönste Fest in der Region veranstaltet") zum ersten Muswiesenbesuch willkommen heißen. Doch Michl kam nicht, und so fand Gröners Bonmot vom "zweitschönsten Fest" auch nicht den Weg aus dem Redemanuskript in seinen Mund.

Egal, ob mit oder ohne Crailsheimer Oberbürgermeister: Anders als in Berlin, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Koalitionsverhandlungen in den kommenden Wochen noch unter Beweis stellen muss, ob ihre Politik alternativlos ist, hat die Muswiese nach Ansicht von Bürgermeister Gröner diesen Status längst erreicht: "Sie ist und bleibt einzigartig."

Und nicht nur das: Koalitionen in Berlin kommen und gehen, die Muswiese in Musdorf bleibt: Es gibt sie seit 1434 und, da ist sich Bürgermeister Gröner ganz sicher, "sie besteht so lange, wie es die Gemeinde Rot am See gibt". Also noch ziemlich lange.

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