Kurzweilige Szenencollage der Oberstufen-Theater-AG des ASG

Eine Szenencollage unter dem Titel „Blau“ präsentierte die Oberstufen Theater-AG in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.

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Gestalteten einen ganzen Abend in einer einzigen Farbe: die Schüler der Oberstufen-Theater-AG des ASG.   Foto: 

Es ist mutig, einen ganzen Abend in einer einzigen Farbe zu gestalten. „Warum blau?“ fragte deshalb auch die kleine Einführung im Programmheft und gab einen kleinen Überblick darüber, wie die Schüler der AG sich zusammen mit Lehrerin Corinna Feuchter an das Thema herangetastet haben. Entstanden ist so eine Collage aus Epik, Lyrik und Dramatik, der die Schüler durch Humor, moderne Technik und witzige Einfälle in der Umsetzung ihren ganz eigenen Stempel aufdrückten.

Schüler zeigen eine Collage aus Epik, Lyrik und Dramatik

Teilweise gingen die Szenen nahtlos ineinander über, und den Schauspielern war die Freude am Spiel und der Spaß an den kleinen Überraschungen, die sie dem Publikum immer wieder lieferten, anzumerken. Als Kulisse dienten blau bemalte Kartons, die je nach Szene die Loriot’sche Badewanne, den Balkon von Romeo und Julia oder einfach eine Sitzgelegenheit darstellten. In einer Szene wurden sie gar zur Bühne auf der Bühne. „Der kleine Prinz und die Sehnsucht“ wurde zum Spiel im Spiel durch eine Stoffpuppe. Dies war eine der Szenen, die die Schüler sich zusammen mit Corinna Feuchter selbst erdacht und erarbeitet hatten. Eine weitere orientierte sich an Goethes „Werther“ und wagte, sich einmal nicht am Erzählstrang der Lotte zu orientieren, sondern Landschaft als Spiegel der Seele zu thematisieren.

Gekennzeichnet waren die Szenenübergänge immer wieder durch Brüche, kleine Einschübe, die anzeigten, dass der Gedankengang unterbrochen wird und in eine andere Richtung weitergeführt werden soll. So endete die Balkonszene von „Romeo und Julia“ nicht etwa mit dem romantischen Kuss, sondern mit dem Brecht-Zitat „Glotzt nicht so romantisch“, um dann in der nächsten Szene die Frage zu stellen, ob Blau denn eine seriöse Farbe sei.

Die Titelmusik des Spieleklassikers Tetris zog sich dabei wie ein roter – oder in diesem Fall vielleicht eher blauer Faden – durch das Stück und nahm den Gedanken, einzelne Teile so zusammenzufügen, dass sie am Ende ein stimmiges Ganzes ergeben, wunderbar auf.

Mit Körper, Stimme, Licht, Technik und Musik gespielt

Gespielt wurde nicht nur mit dem eigenen Körper und der Stimme, sondern Licht, digitale Technik und Musik gaben der Aufführung einen Rahmen, der das Zusehen unangestrengt und kurzweilig machte. Ihr blaues Wunder, wie Schulleiter Koch in seiner kurzen Einführung witzelte, erlebten die Zuschauer nicht, aber dafür eine Theatertruppe, die mit viel Einsatz und kreativen Ideen eine tolle Leistung abgeliefert hat.

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