Klein, blitzblank, und kurios

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Blechtoilette für Puppenhaus (um 1920).  Foto: 

Die neue Sonderausstellung im Stadtmuseum im Spital präsentiert die Sammlung Roland Schmitt. Die Leidenschaft von Roland Schmitt, der Künstler, Kunsterzieher und Sammler ist, sind Puppenbadestuben und Miniaturtoiletten. Die Ausstellung „Klein, blitzblank, kurios“ im Stadtmuseum zeigt eine Auswahl der circa 1000 Miniaturtoiletten und 130 Puppenbadestuben umfassenden Sammlung: Kulturgeschichte im Kleinformat. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 10. Dezember, um 11 Uhr.

Auslöser für die Beschäftigung Schmitts mit dem Thema Toilette, WC, Bad, Sanitärwesen ist Marcel Duchamps berüchtigtes Ready-made „Fountain“. Vor 100 Jahren löste das zum Kunstwerk erklärte Urinal eine heftige Debatte und ein neues Kunstverständnis aus. Badezimmer und ein an die Kanalisation angeschlossenes WC kommen um die Mitte des 19. Jahrhunderts auf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts findet man sie dann auch im Puppenhaus. Der Minihaushalt soll Mädchen auf die ihnen zugedachte Rolle als Hausfrau vorbereiten. Die kleinen Bäder und Toiletten spiegeln Hygienestandards und Design ihrer Zeit: von der weiß emaillierten Blechbadewanne bis zum poppig-pinken Barbie-Badezimmer. Neuester Schrei im Puppenbad der Crailsheimer Holz- und Spielwarenfabrik ist um 1970 die Dusche, aus der tatsächlich Wasser kommt, und der beleuchtete Alibert- Spiegelschrank. Neben den Puppenstuben-WCs existiert heute eine Fülle von Miniaturen: Souvenirs, Feuerzeuge, Aschenbecher, Sanitärmodelle, Behälter für Salz, Pfeffer, Senf mit und ohne Benutzer.

Info Die Ausstellung im Stadtmuseum geht bis zum 11. Februar 2018. Die Öffnungszeiten: mittwochs von 9 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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