Ist die Sanierung des Volks­festplatzes eine Bedrohung für den Rummel?

Auch im Beirat wird deutlich, dass das Herrichten des Volks­festplatzes negative Auswirkungen auf Vergnügungspark haben kann.

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  • Für den Vergnügungspark wird jeder Quadratmeter auf dem Volksfestplatz gebraucht, sagt Organisatorin Kröper-Vogt. 1/3
    Für den Vergnügungspark wird jeder Quadratmeter auf dem Volksfestplatz gebraucht, sagt Organisatorin Kröper-Vogt. Foto: 
  • Sicherheitsmaßnahmen beim Jubiläums-Volksfest: Kontrolle von Taschen auf dem Festplatz, Straßenblockaden während der Umzüge. 2/3
    Sicherheitsmaßnahmen beim Jubiläums-Volksfest: Kontrolle von Taschen auf dem Festplatz, Straßenblockaden während der Umzüge. Foto: 
  • Sicherheitsmaßnahmen beim Jubiläums-Volksfest: Kontrolle von Taschen auf dem Festplatz, Straßenblockaden während der Umuzüge.Volksfest. 3/3
    Sicherheitsmaßnahmen beim Jubiläums-Volksfest: Kontrolle von Taschen auf dem Festplatz, Straßenblockaden während der Umuzüge.Volksfest. Foto: 
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Ist das Volksfest in Crailsheim eine heilige Kuh? Irgendwie schon, denn jede noch so kleine Gefahr, die dem Fest der Feste in der Stadt drohen könnte, löst heftige Reaktionen aus. Das war bei der Sanierung der Langen Straße so (passt der Festzug noch durch?) und nun gibt’s wieder Befürchtungen. Anlass ist die geplante Aufwertung des Volksfestplatzes im Rahmen des Sanierungsgebietes „Östliche Innenstadt“. Den öden Parkplatz, der an vier Tagen im Jahr den Volksfest-Vergnügungspark beherbergt, will die Bauverwaltung zu einem Bereich umgestalten, der das ganze Jahr über eine positive Ausstrahlung hat und der auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann.

Doch mit dem von Wüstenrot Städtebau vorgelegten Neuordnungskonzept hat Volksfest-Organisatorin Susanne Kröper-Vogt so ihre Probleme. In der Sitzung des Volksfestbeirates vorgestern im Rathaus betonte sie explizit: „Das Volksfest darf nicht kleiner werden!“ In ihrer Stellungnahme zum Neuordnungskonzept schreibt sie, der Platz könne nicht kleiner geplant werden, „da wir bereits jetzt an die Grenzen in Bezug auf das Besucherkaufkommen angelangt sind“. Steige man in die Verkleinerung des Platzes ein, „bleiben irgendwann nur noch die Bierzelte übrig“.

Außerdem bittet sie auch, „von einer Wohnbebauung in der Nähe des Platzes abzusehen“. Doch genau das sieht das Neuordnungskonzept vor. Sowohl an der Schönebürgstraße als auch im Bereich der Beuerlbacher Straße ist von „Neubebauung“ die Rede und von „kernstadtnahem Wohnen“. Doch dann, so die Fachbereichsleiterin aus dem Rathaus, „sind Probleme vorprogrammiert“, weil es während der Festtage sehr laut sei. Der Beirat nahm die Ausführungen von Kröper-Vogt zur Kenntnis. Schon vor Wochen war während einer Gemeinderatssitzung klar geworden, dass es im Rathaus unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Umgestaltung des Volksfestplatzes gibt. Damals war von einem „verfeinerten Abstimmungsbedarf“ die Rede. Den scheint es noch immer zu geben.Vorrangiges Thema im Beirat war die Rückschau auf das Jubiläums-Volksfest. Die fiel sowohl vonseiten der Stadtverwaltung als auch von Mitgliedern des Beirates positiv aus. Wobei es im Detail immer das eine oder andere zu bemängeln gibt. So wunderte sich CDU-Stadtrat Klaus-Jürgen Mümmler darüber, dass bei den Zugangskontrollen zum Festplatz nicht immer konsequent kontrolliert worden ist. War auch nicht vorgesehen, erläuterte Thomas Heiner, der Leiter des Polizeireviers. Eine Kontrolle aller Personen sei nur an den Eingängen zu den Bierzelten geplant gewesen und auch umgesetzt worden.

„Nicht immer diplomatisch“

Mümmler monierte zudem, dass sich das Personal des Sicherheitsdienstes „nicht immer diplomatisch“ verhalten habe. Doch sowohl Polizeichef Heiner als auch Oberbürgermeister Rudolf Michl lobten ausdrücklich die Professionalität des seit einigen Jahren eingesetzten Sicherheitsdienstes. Die Firma, wurde am Rande der Sitzung bekannt, wird auch in den nächsten beiden Jahren für die Sicherheit auf dem Vergnügungspark sorgen. Nicht ganz glücklich ist Tobias Mietz mit der Gewerbeschau im Außenbereich. „Die sollte lebendiger werden“, wünscht sich der AWV-Stadtrat.

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