INS VISIER GENOMMEN: Wir wollen wieder unser altes CR

Ein Traum ist ein Traum, aber ein Ziel ist ein Traum mit Termin. Für Crailsheim ist ein solcher Termin die nächste Kreistagssitzung (am 20. November in Marktlustenau), und der Traum dazu ist das Kennzeichen CR.

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Wolfgang Rupp zum Thema KFZ-KENNZEICHEN w.rupp@swp.de

Was für eine Formulierung! Und von wem stammt sie? Von Crailsheims Oberbürgermeister Rudolf Michl.

Ja, es ist nur ein Traum, aber ein schöner, guter, großer und wichtiger Traum. Und es gibt Menschen, die diesen Traum platzen lassen möchten. Dazu gehören die im Ausschuss für Technik und Umwelt vertretenen Kreisräte, die in ihrer letzten Sitzung doch tatsächlich die Wiedereinführung des alten Autokennzeichens CR abgelehnt haben - einfach so, ohne jede (öffentliche) Diskussion. Wird das Thema auch in der Kreistagssitzung einfach durchgewinkt, der Antrag abgelehnt und damit nicht nur der Traum des Oberbürgermeisters, sondern auch des Gemeinderats und unzählig vieler Bürger zerstört? So weit darf es nicht kommen! Jetzt sind Gemeinschaft und Zusammenhalt gefragt, jetzt geht es um das Bekenntnis zu seiner Herkunft und Heimat, jetzt heißt es kämpfen und überzeugen.

Verwaltungsreform hin oder her: Ein Crailsheimer ist und wird nie und nimmer ein Haller - und umgekehrt auch nicht. Es gibt zwar auf der Karte keine Grenze mehr zwischen den beiden Städten und Altkreisgemeinden, doch die Unterschiede lassen sich nicht verleugnen. Daran ändert auch das Zusammenwirken auf vielen Ebenen nichts. Hall bleibt Hall und Crailsheim bleibt Crailsheim. Und deshalb brauchen wir auch wieder unser CR. Die Wiedereinführung des alten Kennzeichens "bietet für unsere Stadt die einmalige Chance, die eigene Außenwerbung zu verbessern", schreibt Oberbürgermeister Michl an die Kreisräte, "ohne dass eine andere Gemeinde benachteiligt oder der Landkreis benachteiligt würde". Was bitte spricht also gegen das CR? Diese Frage sollen all die Kreisräte öffentlich beantworten, die sich trauen, gegen CR zu stimmen.

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Kommentare

11.11.2012 12:39 Uhr

Antwort auf „Berlin hat schon erreicht, was es wollte”

Natürlich ist die große nationale und europäische Politik auch sehr wichtig. Aber auch diese " paar Buchstaben auf dem Autoschild" sind wirklich ein Thema, um das es sich zu kämpfen lohnt, die für unseren Kreis im Teilbereich Crailsheim ein echt wertvolles Marketinginstrument sind. Sie können der Stadt beim Erfüllen ihr Aufgaben als Mittelzentrum für einen Großteil des Kreises wirklich helfen und damit auch den Kreis als Ganzes weiterbringen. Dies hat die staatliche Hochschule Heilbronn unter Professor Borchert auch wissenschaftlich erforscht. Umsomehr verwundert es, dass Kreisräte das anscheinend aus eigener Wissensvollkommenheit dann einfach "nicht glauben" wollen. Kommunalpolitiker, die sonst fast immer ihre Entscheidungen von Untersuchungen / Gutachten usw. von Fachleuten abhängig machen. Man kann natürlich nie den Erfolg von Werbung/Marketing genau messen und deshalb anzweifeln, aber dann soll mir doch einer dieser Herren erklären, weshalb seine Partei/Liste Wahlplakate nutzen.

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11.11.2012 11:55 Uhr

Berlin hat schon erreicht, was es wollte

anstatt sich darüber aufzuregen, daß für die vielen dringend notwendigen Straßensanierungen kein Geld da ist und noch schlimmer, daß der Bahnverkehr gegen die Wand gefahren wird für ein milliardenfressendes völlig sinnleeres Großprojekt (S21), stattdessen streiten sich die Bürger nun wegen ein paar Buchstaben auf dem Autoschild.

Die Portugiesen haben Merkel einen Brief geschrieben, in dem sie die Kanzlerin unwillkommen heißen.

"(...) Wir wissen, die angeblich florierende deutsche Wirtschaft beruht auf brutalen Gehaltseinschnitten seit mehr als 10 Jahren, auf der Ausweitung von kurzfristiger bzw. geringfügiger Beschäftigung, welche weite Teile der deutschen Bevölkerung in Sorge stürzt.

... Wir erlangen zunehmend besseres Wissen über die Realität. Die Geschichten, die man uns erzählte, waren nie ganz stimmig, und jetzt wissewir, sie sind glatte Lügen.

Wir sind aufgewacht, Frau Merkel. Seien Sie in Portugal unwillkommen."

http://carachancelermerkel.blogspot.pt/p/blog-page.html

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11.11.2012 11:36 Uhr

Das neue CR

"Wer kenn CR außerhalb des näheren Umfelds". So ist es!!! Und die Marke CR wird auch niemand groß kennen lernen, wenn sie nicht erlaubt wird. Das wollen wir doch erreichen, dass CR als Marke etabliert wird und der Stadt Crailsheim ihre Vermarktung als Mittelzentrum auch für den gesamten Mittelbereich Crailsheim erleichtert und somit in der Konkurrenz zu anderen Mittelzentren im Wettbewerb um Arbeitsplätze und Dienstleistungsangeboten (Banken, Rechtsanwälte, Versicherungen, Verkaufsläden usw. ) eine bessere Chance gibt. Und wenn ein Teil des Landkreises eine besser Chance hat, ist dies doch für den ganzen Kreis gut, oder Herr Renner.

Im übrigen sind wir auch nach der Einführung von CR "noch ein Landkreis". Was soll der Schmarrn.

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