In das Land von Barack Obama

Seit 65 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Crailsheim und Worthington, die vor allem über Schüler und Gruppen gepflegt wird. Jetzt sind alle Bürger zu einer Reise ins Obama-Land eingeladen.

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Berichteten über ihre Eindrücke in den Partnerstädten: John Martin aus Worthingtonund Sarah Meiser aus Crailsheim. Foto: Wolfgang Rupp

Der alte und neue Präsident hat in Minnesota (in dem Crailsheims Partnerstadt liegt), New Mexico und Nevada gewonnen. Und genau in diese Staaten führt auch die Bürgerreise in den Pfingstferien nächsten Jahres - und nach Arizona, wo sich Obama von dem unterlegenen Mitbewerber Mitt Romney geschlagen geben musste. Auch wenn der Aufenthalt in der Partnerstadt im Mittelpunkt der Reise steht: Die Teilnehmer gewinnen auch einen kleinen Einblick in dieses riesige Land, das der Präsident in eine bessere Zukunft führen will.

"Das war das beste Jahr meines Lebens", schwärmt Sarah Meiser von ihrem Aufenthalt in Worthington, bei dem sie auch das Land kennengelernt hat. Minneapolis, Mount Rushmore, Rocky Mountains und Wyoming gehörten mit zu den Orten, die die 16-jährige Schülerin des Lise-Meitner-Gymnasiums zusammen mit ihren Gastfamilien besucht hat. "Ich wurde herzlich aufgenommen und alle waren nett und lieb zu mir", ist sie dankbar und tief beeindruckt von den Menschen in der Partnerstadt, in die sie auf jeden Fall wieder einmal zurückkehren will, wie sie in der von Carola Schnabl geleiteten Sitzung des Worthington-Komitees sagte.

"Hier ist alles viel größer, sogar die Stopp-Schilder", berichtete sie von ihren Eindrücken in den Vereinigten Staaten. Sie habe während ihres einjährigen Aufenthaltes viel Neues kennengelernt und "ganz tolle Erfahrungen gemacht". Als Beispiele nannte sie die "komplett andere Schule", ihre Aktivitäten im Tennis, beim Schwimmen und in der Leichtathletik, die Teilnahme am Turkey Day, an Halloween oder beim Abschluss des Schuljahres, "als einfach alle geweint haben".

Die deutlichen Unterschiede im Schulsystem bestätigte auch John Martin, der seit gut drei Monaten in der Partnerstadt Crailsheim lebt und sich seit dem ersten Tag wohlfühlt. Der Gastschüler am Lise-Meitner-Gymnasium freut sich über die vielen Freunde an der Schule und die netten Leute in der "wirklich schönen Stadt" Crailsheim. Auch er hat dank seiner Gastfamilien schon Land und Leute und das Volksfest ("das hat richtig Spaß gemacht") kennengelernt - und die zunächst etwas fremden Essgewohnheiten. Spätzle mit Soße mag er richtig gern, während ihm Weißwürste nicht unbedingt schmecken.

Die vielen und zum Teil sehr deutlichen Unterschiede werden auch die Teilnehmer der Bürgerreise vom 18. Mai bis 2. Juni 2013 kennenlernen. Die ersten sechs Tage verbringen sie in Gastfamilien in Worthington, wo die Stadt, das Crailsheim-Komitee und der Gewerbeverein ein Programm organisieren.

Von Minneapolis geht es mit dem Flugzeug nach Albuquerque (eine Übernachtung) und Sante Fee (zwei Übernachtungen) in New Mexico. Dort ist ein Treffen mit Martha McCarthy geplant, Tochter von Theodora Cashel, die 1946 den Anstoß für die Partnerschaft gegeben hat.

Auf der weiteren Reise zwischen Flagstaff (Arizona) und Las Vegas (Nevada) werden unter anderem eine indianische Siedlung und der Nationalpark, der Grand Canyon und Hoover Damm besucht. Der Rückflug erfolgt über Las Vegas und New York.

Info Die Bürgerreise findet vom 18. Mai bis 2. Juni statt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 2100 Euro pro Person, die Teilnehmerzahl (es liegen bereits viele Vormerkungen vor) ist begrenzt. Weitere Auskünfte bei der Stadtverwaltung, Franz Kasimir unter Telefon 403 -1121 und über franz.kasimir@crailsheim.de

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