Ilshofen bekommt neue Verkehrsschilder - Geschwindigkeitslimit abgelehnt

Sackgasse, Vorsicht Fußgänger sowie landwirtschaftlicher Verkehr und Radfahrer frei sind neue Hinweisschilder in Ilshofen.

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Eng, kurvig und unübersichtlich: Die Steinstraße in Ilshofen nahe der Kläranlage ist gefährlich für Fußgänger und Radfahrer. Bei Autofahrern ist die Straße als Abkürzung nach Eckartshausen beliebt.  Foto: 

Fünf Punkte führte die Stadtverwaltung zur Entscheidung bei der jüngsten Verkehrsschau in der Gemeinde an. Ergebnis: An drei Stellen sollen neue Verkehrsschilder aufgestellt werden. Die gewünschten Geschwindigkeitsbegrenzungen wurden jedoch abgelehnt.

Auf der Eckartshäuser Straße müssen Autofahrer vor dem Kindergarten Max und Moritz links abbiegen, sonst endet die Fahrt in einer Sackgasse. Für Ortsfremde ist das abrupte Straßenende aber nicht zu erkennen. Vor allem Lastwagenfahrer mussten schon oft in der engen Siedlungsstraße rangieren oder rückwärts fahren. Das Verkehrszeichen 357 für Sackgasse soll nun Abhilfe schaffen.

Die Steinstraße ist im Bereich der Kläranlage eng, unübersichtlich und für Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Weil dort keine geschlossene Bebauung vorhanden ist, gilt auch keine innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer. Die Ortstafeln zeigen: Hier wäre sogar die außerorts zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erlaubt. Die von der Stadtverwaltung gewünschte 50er-Begrenzung gab es nicht. Es wurde aber das Verkehrszeichen „Vorsicht Fußgänger“ angeordnet, das gegenüber der Ortstafel aufgestellt werden soll.

Dem Antrag der Stadtverwaltung, die Durchfahrt im Seebeetweg in Eckartshausen auf landwirtschaftlichen Verkehr und Radverkehr zu beschränken, wurde von der Verkehrsschau entsprochen. Ein Schild kann an geeigneter Stelle angebracht werden.

In Gaugshausen gibt es innerorts den signalisierten Bahnübergang. Die Haltelinie vor der Schranke befindet sich nach der Einmündung der Rosengasse in die Hauptverkehrsstraße, die Bühlgasse (L 1040). Wenn sich bei geschlossener Schranke eine Fahrzeugschlange bildet, kann keine Ein- oder Ausfahrt aus der Rosengasse erfolgen.Die Stadt wollte deshalb die Haltelinie verlegen. Fraglich sei, ob die Zusatzzeichen „bei geschlossener Schranke hier halten“ oder „bei Rot hier halten“ aufgestellt werden können und ob eine zusätzliche Haltelinie zur bestehenden Haltelinie angebracht werden kann, heißt es aus dem Gremium. Hierzu wird noch die Deutsche Bahn um Stellungnahme gebeten. In der Ortsmitte von Steinbächle hielt die Stadtverwaltung eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer für angebracht. Grund ist die dortige Gemeinschaftsunterkunft, in der das Landratsamt eine asylsuchende Familie mit acht minderjährigen Kindern untergebracht hat.

Weil das Gebäude über keinen Garten verfügt, bleibt den Kindern nur die Straße zum Spielen. Auch die Haltestelle für Schulbus und Kindergartenbus ist in diesem Bereich. Die Ablehnung von Landratsamt und Polizei lautet: „Es müssten zwingende Gründe vorliegen, die eine Abweichung von dieser Regelgeschwindigkeit (50 Stundenkilometer) recht- fertigen. Derartige Gründe sind nicht ersichtlich. Insbesondere ist die Unfalllage unauffällig. Es handelt sich um eine nicht qualifizierte Straße. Kindergarten- und Schulkinder dürfen nicht unbegleitet auf der Straße laufen.“ Es soll jedoch geprüft werden, ob Geschwindigkeitsmessungen an der Ortsdurchfahrt Steinbächle erfolgen können.
 


Ziele und Aufgaben der Verkehrsschau

Prüfung Die Verkehrsschau ist ein verwaltungsbehördlicher Vorgang, bei dem die Ausstattung einer Straße zum Beispiel mit Schildern regelmäßig geprüft wird. Die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung legt fest, dass mindestens alle zwei Jahre eine Prüfung stattfinden muss. Ziel der Prüfung ist es, festzustellen, ob die Straßenausstattung geändert werden muss. Diese Prüfung geschieht im Sinne der Optimierung der Verkehrssicherheit. Besonderes Augenmerk ist bei der Verkehrsschau auf Unfallschwerpunkte und Bahnübergänge zu legen. Beteiligt werden neben der Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde und die Polizei sowie öffentliche Verkehrsunternehmer und Privatpersonen. clak

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