Herbstfest der Blasmusik: Musikalisches Menü für Feinschmecker

Liebhaber anspruchsvoller Blasmusik kamen am Samstagabend beim fünfstündigen Konzert dreier Blaskapellen der Spitzenklasse in der Crailsheimer Hirtenwiesenhalle voll auf ihre Kosten.

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    Auch was für die Augen: Beidhändig dirigierte Richard Beiser (rechts) Robert Payers Original Burgenlandkapelle. Foto: Manfred Kunz
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Die für das Programm Verantwortlichen von Bürgerwache und Blaskapelle Horaffia tischten beim Herbstfest der Blasmusik ein äußerst schmackhaftes musikalisches Drei-Gänge-Menü auf. Im ersten Gang servierten die "Kinzbach Musikanten", eine in der Blasmusikszene hoch gelobte Formation, die gesamte Bandbreite der böhmischen Blasmusik.

Mit einer bunten Mischung aus Polkas, Walzer und Märschen, mal instrumental, mal mit Gesangsbegleitung brachten die Musiker aus Unterfranken den typischen Sound dieses musikalischen Genres zu Gehör. Titel wie "Denk ich an Böhmen" spiegeln die Liebe zur Heimat, zur Landschaft und zur Musik wider. Vom ersten Takt an sprang der Funke zum erwartungsfrohen Publikum über. Die Besucher klatschten im Polkarhythmus, schunkelten im Walzertakt oder summten bekannte Weisen. Wenn der Dirigent den Einsatz gab, dann stimmte der vereinte Hirtenwiesenhallenchor auch vielstimmig ins Fortissimo ein. Den Takt gab Andy Schreck mit einer besonders ausdrucksstarken Körpersprache vor.

Den zweiten Gang servierte die Blaskapelle Horaffia. Die Lokalmatadoren wurden beim "Heimspiel" ihrem selbst gewählten Motto "Blasmusik im Herzen" vollauf gerecht. Beim Publikum kam die unverfälschte Blasmusik mit auch mal leiseren und melancholischeren Tönen im Egerländer Sound gut an.

Als Sahnehäubchen bekamen die Gäste im Hauptgang durch Robert Payers Original Burgenlandkapelle Blasmusik der Spitzenklasse serviert. Mit technisch perfektem Spiel und gekonnt einstudierten Choreografien boten die Musiker eine mitreißende Bühnenshow. Mit leichter Hand führte Richard Beiser den Taktstock. Nebenbei gab der Kapellmeister auch als eloquenter Moderator, der immer den Schalk im Nacken trug, ein gute Figur ab. Dramaturgisch geschickt arrangiert tauchten die Musiker das Publikum in ein Wechselbad der Gefühle. Auf weniger bekannte Stücke folgten als Steigerung bekannte Hits der Kapelle.

Den Siedepunkt erreichte die Stimmung bei Titeln von Robert Payer wie "Kleine Anuschka" und "Wenn der Wein blüht". Begeistert klatschten und sangen die Besucher aus voller Kehle mit, kollektives Schunkeln war angesagt, der hintere Teil der Halle wurde gar zum Tanzboden auserkoren. Als Dessert hatten sich die Organisatoren ein ganz besonderes Schmankerl einfallen lassen. Alle drei Kapellen versammelten sich um Mitternacht zum gemeinsamen grandiosen Finale auf der Bühne und gaben noch einmal Kostproben ihres herausragenden musikalischen Könnens.

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