Gute Grundlagen gelegt

Tomaten-Risotto aus dem Backofen von Birgit Gackstatter - und warum in Kälberbach bei Schrozberg Feigen wachsen.

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    Birgit Gackstatter verarbeitet am liebsten die eigenen Tomaten – weil der Unterschied zu schmecken ist. Foto: 
  • Viel gesünder geht es nicht. Und dann schmeckt’s auch noch. 2/3
    Viel gesünder geht es nicht. Und dann schmeckt’s auch noch. Foto: 
  • Im Gackstatter-Garten  finden sich selten gewordene Sorten. 3/3
    Im Gackstatter-Garten finden sich selten gewordene Sorten. Foto: 
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Vor der Schule im Stall helfen – wer’s als Kind gemacht hat, wird das nie vergessen, ebenso wenig endlose, mit Kartoffeln oder Rüben verbrachte Nachmittage. Dann der Hochsommer: Wenn die Tage noch lang sind und die Luft nach Sommer schmeckt, lässt die Erntezeit für wenig anderes Zeit und Kraft: Kinder aus der Landwirtschaft nehmen allesamt ähnliche Erfahrungen mit ins Erwachsenenleben.

Oft schließt ein „Geschadet hat’s nicht“ solche Erinnerungen ab, manchmal wird aber auch mit einiger Bitterkeit noch einmal nachvollzogen, wie es war, erst die Johannisbeeren ernten zu müssen, bevor man sich den Freundinnen anschließen durfte, die längst beim Schwimmen waren. Entweder gehen solche Kinder weg von den Höfen und aus dem ländlichen Raum, so bald und so weit weg wie möglich, oder aber sie finden Gefallen daran, Dinge wachsen zu lassen, zu ernten, abends zu sehen, was am Tag geleistet wurde.

Zu ihnen zählt Birgit Gack­statter aus Kälberbach bei Schroz­berg. Sie möchte nicht anders ­leben; liebt ihr Leben, ihre Arbeit, ihr Daheim. Auch wenn die Arbeit nie aufhört. „Ich müsste das ja nicht machen“, sagt sie, etwa mit Blick auf die Vielzahl der selbst gezogenen Tomaten. Oder auf das Feigenbäumchen: „800 Gramm Birnen, 200 Gramm ­Feigen und ein Kilo Gelierzucker“ ergeben eine ganz besondere Marmelade, für die ihre Feigen­ernte gerade eben ausreicht.

Birgit Gackstatter, die die Hofbackstube in Kälberbach betreibt und auch schon mal ein „Frühstück auf dem Bauernhof“ ausrichtet, hat sich schon als „Madli“ an Rezepten versucht. Die Eltern haben sie immer ermutigt dazu, selbst wenn’s Grünkernküchle gab, und der Papa erst mal geschluckt hat. Er hat’s gegessen und sogar gemocht.

Heute ist sie es, die ihren Kindern freie Hand lässt. Dem Bub‘, der auswärts studiert, gibt sie über Whatsapp Anleitungen für Pizzateig ebenso wie für Geschnetzeltes, und der Fernkurs funktioniert ausnehmend gut.

Eines ihrer eigenen Lieblingsrezepte ist Tomaten-Risotto, gern auch mit schwarzen Oliven.

Zutaten
200 Gramm Risotto-­Reis, eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, 500 Gramm passierte Tomaten, ein Esslöffel Tomatenmark, 600 ml Gemüsebrühe, 300 Gramm gekochter Schinken, ein Esslöffel Currypulver, Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl.

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch würfeln und in Olivenöl andünsten. Reis zugeben und kurz mitdünsten. Passierte Tomaten, Gemüsebrühe, Tomatenmark und  Gewürze zugeben. Kurz aufkochen lassen und mit geschnittenen Schinken in eine Auflaufform füllen. Bei 180 Grad 30 Minuten im Backofen backen.

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