Gesunde Haut, gesunde Welt

VHS: Naturkosmetik selbst herstellen und Haut, Haar und Umwelt etwas Gutes tun- in ihren Kursen zeigt Ines Hermann seit 2005 wie das geht.

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Naturkosmetik mit Ines Hermann gibt es als Kurs an der Volkshochschule.  Foto: 

Hinter den Kursen, die Ines Hermann an der VHS Crailsheim anbietet, steckt nicht nur jede Menge Fachwissen, sondern auch eine Gesinnung, die stark durch ein ganzheitliches Verständnis vom Zusammenspiel von Mensch, Natur und Umwelt geprägt ist.

„Ich habe immer Alternativen gesucht“, erinnert sich Ines Hermann aus Aalen an die Anfänge, als sie im neu aufgekommenen Internet Kontakte in die USA knüpfte, wo es damals schon eine Szene gab, die alles selbst macht. „Es gab einfach keine Rezepte auf Deutsch“, erinnert sie sich und erzählt, wie sie zusammen mit ihrem Sohn amerikanische Rezepte umrechnete.

„Ich war schon immer beseelt vom Creative-Common-Gedanken, also davon, dass man Wissen teilt und weitergibt“, sagt sie und erklärt so gleichzeitig, weshalb sie nicht nur Kurse gibt, sondern auch all ihre Rezepte auf ihrer Homepage veröffentlicht. Sie war 2005 die Erste deutschlandweit, die Kurse anbot zur Seifenherstellung und zum Thema grünes Putzen. Naturkosmetik kam schnell dazu, und als ihre Kurse vor zwölf Jahren noch Exoten in den Programmen der Volkshochschulen waren, erreicht sie heute nicht nur ein breiteres Publikum, sondern verzeichnet auch einen klaren Bewusstseinswandel in der Gesellschaft. Und sie erreicht ein immer jüngeres Publikum, auch wenn sie sagt: „Es gibt mittlerweile zwei extreme Lager. Die einen wollen bewusst natürliche Kosmetik, die anderen vertrauen auf industriell hergestellte Laborkosmetik.“

Sie hat immer Zeit gefunden

Ausreden, die viele anführen, um Dinge nicht selbst machen zu müssen, hat Ines Hermann schon zur Genüge gehört, doch egal, ob es der gerne angeführte Zeitmangel oder die hohen Kosten sind, sie kann jedes Argument fachlich kompetent entkräften. Als berufstätige Mutter von fünf Kindern hat sie immer die Zeit gefunden, sich ihr Shampoo oder ihre Creme selbst zu mischen. Ihr jugendliches Aussehen spricht hier für sich. Zu den Kosten sagt sie: „In der Regel kostet am Ende nichts, was am Ende im Tiegel ist, mehr als fünf Euro.“

Dabei liegen die Vorteile von überschaubaren Inhaltsstoffen für die Kursleiterin auf der Hand, lassen sich doch Allergien leichter auf einzelne Stoffe eingrenzen. Alles Unnötige bis hin zum ansprechenden Werbekonzept muss schlicht nicht mitbezahlt werden. „Das ist mein kleiner persönlicher Feldzug gegen Dinge, die keiner braucht“, betont sie lachend, nimmt aber entschieden Abstand davon, ihre Kursteilnehmer missionieren zu wollen.

„Ich will zeigen, wie cool es sein kann, Dinge selbst zu machen“, erläutert sie und erzählt von den leckeren Zutaten, die sie dafür aussucht, die Lust auf mehr machen und von Kursteilnehmern, die voller Stolz Cremes mit dem mitgebrachten eigenen Honig anrühren. Allerdings gibt sie zu, dass bei ihr schon eine politische Botschaft mitschwingt, die sie kommunizieren will. Glaubwürdig macht sie dabei, dass sie nicht auf das Geld angewiesen ist, das sie mit ihren Kursen oder Verkäufen verdient. Als Verwaltungsangestellte mit festem Einkommen betreibt sie Naturkosmetik, Kräuterblog und grüne Reinigungsmittel als Hobby, das ihr erlaubt, die Gesellschaft und das Umweltbewusstsein ein kleines Stück besser zu machen.

Es wird wenig nachgedacht

Dabei staunt sie immer wieder, wie wenig heutzutage nachgedacht wird über Herstellungsprozesse und Produkte. „Viele vertrauen bei Kosmetik dem Labor und rümpfen die Nase über Kosmetik aus der eigenen Küche. Beim Kuchen ist es genau umgekehrt. Das sollte einen zum Nachdenken bringen.“

Wer einen Einstieg in die Welt der Naturkosmetik sucht, der hat am Samstag, 25. März, im nächsten VHS-Kurs mit Ines Hermann Gelegenheit dazu. Es sind noch wenige Plätze frei. Anmeldung unter Telefon 0 79 51 / 9 48 00.

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