Gesicht und Name für die Kaffeebauern

Eine Vortragsreihe zum Thema „Stadt – Land – Welt“ gibt es im Oktober und November an der Volkshochschule. Heinz Reinke macht den Anfang.

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Viele Kleinbauern können nur überleben, wenn sie sich genossenschaftlich organisieren.  Foto: 

Die Reihe „Stadt – Land – Welt“ ist ein Pilotprojekt, das die VHS Crailsheim mit der Servicestelle „Engagement Global“ und fünf weiteren Volkshochschulen in Baden-Württemberg organisiert. Dem Projekt liegen die 17 Weltentwicklungsziele zugrunde, die 2015 mit der Agenda 2030 in New York beschlossen wurden und für deren Umsetzung die Sensibilisierung und Einbindung gesellschaftlich relevanter Gruppen vor Ort genauso wichtig ist wie die kritische Reflexion von Nachhaltigkeitszielen und das Anregen von Veränderungsprozessen. Weil Praxisbeispiele die Zusammenhänge sichtbar machen und dazu motivieren, sich für eine nachhaltige Zukunft einzusetzen, bietet die VHS Crailsheim im Oktober und November eine Vortragsreihe an. Die Themen erstrecken sich von der Kaffeeproduktion in Mittelamerika über Leben ohne Plastik bis hin zu Nachhaltigkeit im Kochtopf.

Den Anfang macht auf Einladung der VHS und des Vereins „Rote Beete Solawi Hohenlohe“ Heinz Reinke, ein ehemaliger Crailsheimer, der eben erst von einem mehrmonatigen Aufenthalt in Nicaragua zurückgekehrt ist. Am Freitag, 6. Oktober, hält Reinke, der in Neckargmünd lebt, im VHS-Konvent einen Fotovortrag zum Thema „Solidarisches Wirtschaften: Kaffee & Co. Aus Mittelamerika“.

Reinke ist von Beruf Sonderschullehrer, legt allerdings gerade ein Sabbatjahr ein, um sich den vielen Projekten zu widmen, die er mitbetreut. Seit 30 Jahren arbeitet er nämlich im Nicaragua-Forum Heidelberg, inzwischen als dessen Vorsitzender. Zahlreiche Aufenthalte in Mittelamerika, insbesondere in Nicaragua, und langjährige Projektbegleitungen in den Bereichen Kaffee und Bildung verpackt er in spannende Vorträge in Wort und Bild.

Am Beispiel von Agrarprodukten wie Kaffee, Zuckerrohr und Palmöl zeigt der Referent, wie unterschiedlich sich landwirtschaftliche Produktionsformen auf die Lebensgrundlagen der Menschen auswirken. Indem Reinke den Kaffeebauern ein Gesicht und einen Namen gibt, werden sie in seinen Vorträgen zu Menschen mit ihren ganz eigenen Vorstellungen von einer lebenswerten Welt. Dabei rücken Kleinbauern in den Fokus, die nur überleben können, wenn sie sich genossenschaftlich organisieren. Dabei geht Reinke vor allem auf den Handel ein, der sich an sozialen, demokratischen und ökologischen Grundsätzen orientiert.

Info Der Vortrag beginnt am Freitag, 6. Oktober, um 19.30 Uhr im VHS Konvent. Der Eintritt ist frei.

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