Gemeinsam essen auf dem Kreuzberg

Wer ist (isst) schon gerne alleine? Dies ist das Motto des offenen Mittagstischs auf dem Kreuzberg. Jetzt ist die Sommerpause vorbei. Die Tafelrunde trifft sich wieder.

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Gemeinsam schmeckt’s besser: Der Kreuzberg-Mittagstisch ist eine nette Tafelrunde für die, die sonst allein essen müssten.  Foto: 

Geschmaust wird immer dienstags im Gemeindehaus auf dem Kreuz­berg, der Ablauf des Mittagstreffs des Diakonieverbandes ist seit Jahren gleich: Zuerst decken die Ehrenamtlichen den Tisch. „Die Dekoration ist meist auf die Jahreszeit abgestimmt“, erklärt Renate Wollmann, die den Mittagstisch fast von Anfang an ehrenamtlich begleitet.

„Immer lecker und nett“

Dann kommen die ersten Gäste und dann das Essen selbst. Es wird vom Seniorenstift nebenan geliefert. „Es gibt meist ein Fleischgericht und Gemüse oder Salat“, sagt Gaby Hopfinger vom Diakonieverband, die den Mittagstisch fest in ihrem Kalender gebucht hat. „Es ist immer lecker und nett. Ich freue mich jedes Mal darauf“, sagt sie.

Und während sich der Saal im Gemeindehaus mit dem Duft nach Essen füllt, setzen sich alle gemeinsam hin. „Ankommen“, heißt jetzt erst einmal die Devise. „Wir sprechen ein Tischgebet, manchmal singen wir auch“, sagt Gaby Hopfinger. Dann schreiten die Ehrenamtlichen zur Tat – nämlich zur Essensausgabe. „Und dann essen alle gemeinsam. Da­rauf kommt es uns an“, sagt Hopfinger. „Wir wollen uns treffen, uns austauschen, gemeinsam am Tisch sitzen.“

Deshalb wollen die Ehrenamtlichen auch nicht selber kochen. „Denn dann sind die Köchinnen doch mit den Gedanken in der Küche. Oder vom Kochen erledigt. Und können die Gemeinsamkeit nicht genießen.“ Und das sei ja schließlich das Ziel.

Die Ehrenamtlichen treffen sich ein paar Mal im Jahr. „Dann machen wir die Dienstpläne und besprechen, wer für die Essensausgabe oder die Tischdekoration zuständig ist“, sagt Ursula Zimpel. „Wir kennen uns seit Jahren. Wir sind ein eingeschworener Haufen.“

Leider immer weniger Gäste

Auch viele Gäste kennen sich mittlerweile. Manche kommen regelmäßig, manche nur selten. Doch leider würden es immer weniger, bedauert Gaby Hopfinger. „Wir hatten viele Stammgäste. Jetzt hat sich bei manchen die Lebenssituation geändert. Manche sind auch nicht mehr so mobil.“ Die Reihen der Gäste haben sich deshalb in der letzten Zeit gelichtet. Nun wenden sich die Ehrenamtlichen an die Presse: „Wir würden uns freuen, wenn wir mehr Gäste hätten“, so Hopfinger. „Jeder kann kommen. Ob alt oder jung.“

Allerdings, weiß Renate Wollmann, ist es für ältere Leute gar nicht so leicht, einfach irgendwo aufzutauchen. Deshalb betonen die „Mittagstischler“, dass man natürlich auch zu zweit kommen kann. Mit einem Freund oder einer Freundin, mit dem Enkelkind oder wem auch immer. „Denn das Angebot ist für die gedacht, die sonst allein essen.“

Der Mittagstisch auf dem Kreuzberg wartet immer dienstags, 12 Uhr, im Gemeindehaus auf dem Kreuzberg auf Gäste (Anmeldung bis spätestens Montag im Haus der Diakonie, Kreuzberg,  Telefon 0 79 51 / 9 61 99 10). Der erste Mittagstisch nach der Sommerpause ist für kommenden Dienstag, 10. Oktober, angesetzt.

Die ehrenamtlichen Helfer heißen Christel Broer, Stephanie Heinkelein, Monika und Erich Macher, Rosina Roth, Dorothea Tritschler, Renate Wollmann und Ursula Zimpel. uts

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