Formaler Akt nach langen Debatten

Windkraft: Der Plan für Crailsheim und Umgebung ist auf dem Weg, Stimpfachs Bürgermeister übt abermals Kritik.

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Es war keine Überraschung, sondern ein formaler Akt: Der gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Crailsheim, der auch die Gemeinden Satteldorf, Stimpfach und Frankenhardt angehören, hat am Mittwoch den Aufstellungs- und Auslegungsbeschluss in Sachen Teilflächennutzungsplan Wind­energie getroffen. Die Ausschussmitglieder haben ein imperatives Mandat. Das heißt, sie sind an die Mehrheitsentscheidungen ihres jeweiligen Gemeinderats gebunden – und die Kommunalparlamente hatten dem Plan bereits samt und sonders zugestimmt (das HT berichtete).

In Crailsheim freilich war das Votum erst nach langem Hin und Her zustande gekommen. Die CDU hatte den Antrag gestellt, mit 1000 statt 700 Metern Abstand zwischen Windrädern und Wohnungen zu planen – und dafür eine Mehrheit bekommen. Wochen später kassierte der Rat diese Entscheidung wieder, das Verfahren lag derweil auf Eis.

Das wiederum verärgerte die Akteure auf den anderen Rathäusern. Der Stimpfacher Bürgermeister Matthias Strobel verlieh diesem Ärger in der Ausschusssitzung noch einmal Ausdruck: „Ich bin froh, dass wir nach fünf Monaten wieder da sind, wo wir schon waren“, sagte er. Die zeitliche Verzögerung sei „in höchstem Maße bedauerlich“, zumal sie „durch eine einzige Fraktion im Crailsheimer Gemeinderat“ hervorgerufen worden sei. Strobel: „Mit vernünftiger und konstruktiver Zusammenarbeit hat das relativ wenig zu tun. Ich hoffe, dass jetzt keine Querschüsse mehr kommen.“

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