Förderverein finanziert eine Rollstuhlschaukel für Beschützende Werkstätte

Eine Rollstuhlschaukel zum Kostenpunkt von rund 13.500 Euro spendete der Förderverein der Beschützenden Werkstätte für die Einrichtung in Crailsheim.

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Svenja Caro mit Christian Hütter in der neuen Schaukel.  Foto: 

Auf einer Schaukel unbeschwert hin- und herschwingen - für die meisten Menschen ist das eine kinderleichte Sache. Doch gerade für Rollstuhlfahrer gestaltet sich das meist problematisch. Allein das Umsetzen zwischen eigenem Gefährt und Schaukel erfordert viel Hilfe und Muskelkraft von anderen.

Im Förder- und Betreuungsbereich der Beschützenden Werkstätte in Crailsheim hat sich das nun geändert. Der Förderverein spendete eine Rollstuhlschaukel für 13.500 Euro, die erste in der Beschützenden Werkstätte.

Seit Kurzem steht das grau-rote Gerät im Garten in den Riedwiesen. "Wir hatten schon lange den Wunsch, auch unseren Rollstuhlfahrern das Schaukeln zu ermöglichen", sagt Svenja Caro, stellvertretende Koordinatorin des FuB-Bereichs. Derzeit sind das sechs der 13 Betreuten. Das bisherige Verfahren war recht beschwerlich und umständlich. Jetzt werden die Betreuten einfach rückwärts an das Gerät herangefahren, der Rollstuhl festgezurrt, das Sicherheitskissen befestigt und los gehts.

Die Betreuten sind begeistert, lachen und genießen den Schwung auf der Schaukel. Das Schaukeln spricht einfach noch einmal andere Sinne an. Der Wind, die Geschwindigkeit, die Bewegung wie in einer Schiffschaukel - all das vermittelt ein Gefühl von Freiheit.

Die Schaukel ist aber nicht nur für den FuB-Bereich gedacht. So wurden bereits die Senioren von der Tagesstruktur eingeladen und auch die Wohnhäuser über das neue Angebot informiert.

Beschützende Werkstätte kümmert sich an sieben Standorten um 1300 Menschen

Der Verein "Beschützende Werkstätte für geistig und körperlich Behinderte Heilbronn" ist eine diakonische Einrichtung. Sie wurde 1967 gegründet und ist heute mit mehr als 500 angestellten Mitarbeitern an sieben Standorten in der Region Heilbronn-Franken vertreten. Rund 1300 Menschen mit Behinderung werden in den Bereichen Werkstatt, Förderung und Betreuung, Berufsbildung sowie rund 430 Menschen im Wohnbereich bei der selbst gestalteten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unterstützt. Menschen mit geistiger Behinderung möchten nicht als "Behinderte", sondern als Menschen mit Handicap, Menschen mit Unterstützungsbedarf oder Menschen mit Lernschwierigkeiten bezeichnet.

PM

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