Florierende "Kleine Rose": Zwei Hobby-Bastlerinnen haben Laden in Onolzheim aufgemacht

Mit dem Laden "Kleine Rose" in Onolzheim haben sich die Bastlerinnen Gudrun Fach und Marion Marterer einen Traum erfüllt. Ihr Motto: "Alles handgemacht"

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Marion Marterer (links) und Gudrun Fach in ihrem kleinen Onolzheimer Laden.  Foto: 

Gebastelt haben die beiden Onolzheimerinnen schon immer gerne. Marion Marterer experimentiert mit Beton und fertigt vom Horaff bis zum Adventskranz alles aus dem grauen Werkstoff an. Auch mit Glas und Metall tobt sie sich kreativ aus. Gudrun Fach dagegen näht und häkelt, strickt und fertigt kleine Dekoartikel aus alten Holzbalken oder arrangiert kleine Pflanzen und Moos zum Wald im Glas: eine bunte Mischung, die übers Jahr Garage, Keller und Wohnung füllte, ehe die Bestände am Weihnachtsmarkt wieder etwas schrumpften, weil sie dort einen Verkaufsstand hatten.

„Macht doch einen Laden auf, es wäre toll, wenn man die Sachen das ganze Jahr über kaufen könnte“, schallte es ihnen immer wieder als Anregung aus dem Freundeskreis entgegen – und die Idee zur „Kleinen Rose“ war geboren. „Wir dachten: jetzt oder nie“, erinnert sich Marion Marterer an die Entscheidungsfindung, als sie die Gelegenheit bekamen, die Räume der alten Metzgerei neben der „Rose“ in Onolzheim zu übernehmen.

Kurzerhand schlugen die beiden Frauen zu, renovierten die Metzgereiräume, verlegten einen neuen Boden, strichen die Kacheln, funktionierten den Kühlschrank zum Wandschrank um und gaben dem kleinen Laden mit alten herausgeputzten Möbeln einen persönlichen und gemütlichen Anstrich. Am 28. Mai dieses Jahres eröffnete die „Kleine Rose“, deren Name an das Traditions-Lokal im Haus angelehnt ist. Dem Besucher eröffnet sich an zwei Tagen in der Woche für jeweils fünf Stunden ein buntes Sammelsurium netter Kleinigkeiten, die das Leben und die Wohnung schöner machen.

„Wir haben ein ständig wechselndes Programm. Wir basteln nämlich immer, auf was wir gerade Lust haben“, beschreibt Marion Marterer das Sortiment. Gudrun Fach ergänzt: „Wir richten uns in unserem Schaffen gerne nach den Jahreszeiten und nach der Saison.“ So gibt es demnächst nicht nur Halloween-Dekoration, die gerade am Entstehen ist, sondern auch warme Loopschals. Zum Volksfest gab es selbst genähte Täschchen und Trachtenschmuck aus Kaffeekapseln. „Das Tolle ist, dass wir alles ausprobieren können. Wenn es gut ist, kommt es in den Laden, wenn es uns nicht gefällt, dann ist es ein Einzelstück, das nicht nachproduziert wird.“

Ideen holen sich die beiden Frauen aus dem Internet, schauen sich aber auch auf Kunsthandwerkermärkten oder Ausstellungen um. Eine Vollzeitbeschäftigung soll der Laden aber nicht werden, darauf legen beide besonders Wert. „Es ist ein Hobby und soll ein Hobby bleiben“, betonen sie unisono. Dies ist auch der Grund, weshalb sie für den kleinen Laden keine Werbung machen, sondern damit zufrieden sind, wenn er sich herumspricht.

„Wir wollen das bewältigen können. Es soll kein Druck entstehen“, sagt Gudrun Fach und ihre Freundin witzelt: „Wir wollen ja niemanden einstellen müssen.“ Freunde und Familie sind begeistert vom Geschäftchen und auch die Kundschaft, die im vergangenen Vierteljahr die Räume besucht hat, zeigte sich erfreut. Mit Regina Feuersinger ist außerdem noch eine dritte Onolzheimerin im Boot. Sie verkauft in der „Kleinen Rose“ ihre selbst gemachten Karten.

Reich werden wollen die Freundinnen übrigens nicht. Beide sind berufstätig und möchten mit dem Laden eigentlich nur ihre Bastelleidenschaft finanzieren. „Bei Bastelsachen darf man die Preise nie nach den dafür geleisteten Stunden berechnen, das könnte sich keiner leisten“, sagt Gudrun Fach. Deshalb sind sich beide einig, dass ihr Ziel ist, zumindest immer so viel zu verkaufen, dass das Material für neu geplante Projekte finanziert ist.

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