EVG fordert neue Prioritäten für Verkehrspolitik

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Die EVG-Jubilare mit dem Leiter der Geschäftsstelle Ulm, Hans-Peter Hurth (rechts hinten), und dem Vorsitzenden des Ortsverbands Crailsheim, Richard Stegmeier (vorne Mitte). Privatfoto

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert von der neuen Bundesregierung eine deutlich andere Schwerpunktsetzung in der Verkehrspolitik. Das machte Hans-Peter Hurth, Leiter der Geschäftsstelle Ulm, bei der Mitgliederversammlung in Crailsheim deutlich. Zugleich ehrte er 24 Mitglieder für langjährige Zugehörigkeit zur EVG.

"Wir brauchen dringend einen Masterplan Verkehr", so Hurth. Dabei komme es darauf an, jeden Verkehrsträger entsprechend seiner Stärken zu fördern. Der wichtige Aspekt der Umweltverträglichkeit sei bislang völlig unberücksichtigt geblieben. Es werde immer stärker auf die Straße gesetzt und die Eisenbahn zunehmend benachteiligt, kritisierte Hurth. Ein Beispiel dafür sei die Forderung nach einem Mehr an Elektromobilität. Während die beim Auto in den Kinderschuhen stecke, fahre die Bahn schon seit Langem überwiegend elektrisch. Durch das EEG-Gesetz kämen auf den Verkehrsträger Schiene nun finanzielle Belastungen zu, die auf der Straße nicht zu Buche schlagen.

Besonders im Güterverkehr, bei dem mit jedem Cent gerechnet werde, käme es so zu deutlichen Benachteiligungen zu Ungunsten der Schiene. Das, so Hurth, müsse ein Ende haben. Zugleich forderte er nachhaltige Investitionen ins Schienennetz. Die zunehmenden Warenströme könnten nur bewältigt werden, wenn eine ausreichende Infrastruktur vorhanden sei. Im Netz werde aber "auf Verschleiß gefahren". Viele Brücken seien sanierungsbedürftig, zahlreiche Langsamfahrstellen behinderten den Schienenverkehr. Als "Transitland" dürfe Deutschland nicht zum "Nadelöhr in Europa" werden.

Die Geehrten der EVG
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