Eisblockwette auf dem Marktplatz: Mehr Wasser als erwartet

Der Eisblock auf dem Marktplatz ist gestern nach vier Wochen „Isolationshaft“ aus seinem gedämmten Gehäuse befreit worden. Er hat abgenommen.

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    Zimmermann Horst Philipp und Eva Reu von den Stadtwerken. Foto: 
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    Zimmermann Horst Philipp und Eva Reu von den Stadtwerken beim Wasserschöpfen. Foto: 
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Es war ein  Marketinggag und gleichzeitig eine Kampagne für Gebäudedämmung, was die Crailsheimer Stadtwerke zusammen mit der Firma CDS Hackner und der Jagstheimer Zimmerei Horst Philipp vor vier Wochen auf dem Marktplatz initiierten: Ein 550-Liter-Eisblock wurde in ein im Stile eines modernen Neubaus hochgedämmtes, kleines Hüttchen gesteckt. Bürger waren aufgerufen, zu schätzen, wie viel Prozent des Blockes nach vier Wochen geschmolzen sind (das HT berichtete).

„Wie viel geschmolzen ist hängt von so vielen Faktoren ab: der Größe des Eisblocks, der Dämmung und vielem mehr. Es bleibt spannend“, sagte Eva Reu von den Stadtwerken. Sie war mit ihren Kollegen und Mitarbeitern des Bauhofes sowie der Zimmerei Philipp gekommen, um abzumessen, wie viel Schmelzwasser sich in der Eiswanne gesammelt hatte. Kurz bevor die letzte Schicht abgeschraubt war, gaben alle Anwesenden noch ihre ganz persönlichen Tipps ab, die zwischen zwei und 27 Prozent lagen.

Auf den ersten Blick schon bemerkte Jochen Bolze: „Ah, er schwimmt.“ Tatsächlich war schnell klar, dass mehr Eis geschmolzen war als erwartet. Die Experten freilich waren sich sicher, dass der Block ohne Dämmung schon nach der Hälfte der Zeit weggeschmolzen gewesen wäre. Als die Mitarbeiter der Stadtwerke sich unter den neugierigen Augen von Passanten mit Eimern und Messbecher daranmachten, die genaue Menge zu bestimmen, war schnell klar, dass Oberbürgermeister Rudolf Michl mit seinem Tipp von 18 Prozent gar nicht so weit daneben gelegen hatte. Am Ende schöpften sie 148 Liter Schmelzwasser ab, was 26,9 Prozent entspricht. „Bei den rund 300 Tipps, die eingingen, war von null Prozent bis komplett geschmolzen alles dabei“, berichtete Projektbetreuer Ralf Hübsch.

Ganz besonders freute sich Anna Brenner, Mitarbeiterin der Stadtwerke: Sie hatte am Tag vorher aus Spaß ausgerechnet, dass am Ende 143 Liter Wasser aus der Wanne kommen – und war mit ihrer Kollegin eine Wette eingegangen. Mit einer Toleranz von fünf Litern ging sie als Siegerin aus der Wette hervor und darf sich nun auf ihren Preis freuen: ein Eis.

Die Gewinner des offiziellen Gewinnspiels bekommen etwas mehr: einen Grill nämlich, Eisgutscheine und Eintrittskarten für die Bäderbetriebe.

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