Ein Fest für Herrchen, Frauchen und Hündchen

Tierheim: Die Frühjahrshocketse hat sich als beliebter Treffpunkt für Freunde von Vierbeinern etabliert.

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Extremes Geschick bewiesen die Tiere der DRK-Rettungshundestaffel.  Foto: 

Seit die Frühjahrshocketse im Hof des Tierheimes den Tag der offenen Tür abgelöst hat, erfreut sich das erweiterte Weißwurstfrühstück wachsender Beliebtheit. Bereits am späten Vormittag reihten sich am Sonntag die Autos am Rande des schmalen Sträßchens, das zum Tierheim führt. Schon von Weitem hörte man das Bellen der Hunde, was am Duft der Würste, aber auch an den ungewohnten Besuchern gelegen haben mag.

„Am Aktionstag sind die Hunde sehr aufgeregt“, bestätigte Tierheim-Leiterin Claudia Hofmann – weshalb es ausnahmsweise einmal nicht gestattet war, die Hunde auszuführen. Auch vermittelt wurden keine Tiere. „Die Aufnahme eines Tieres soll nicht aus der Euphorie heraus geschehen“, so Hofmann.

Sie freute sich freilich über den großen Zuspruch: „Die Leute kommen, weil sie neugierig sind, weil sie die Tiere anschauen wollen und weil ihnen das Gesellige gefällt, bei dem man mit den Mitarbeitern einmal ungezwungen ins Gespräch kommen kann.“ Allein 2016 wurden 249 Tiere im Tierheim abgegeben und 312 Tiere als Pensionsgäste untergebracht – Zahlen, die den Bedarf belegen. Knapp 20 ehrenamtliche Helfer, zwei Angestellte und zwei Bufdis halten das Tierheim momentan am Laufen. Dazu kommen viele Hundeliebhaber, die kommen, um die Tierheim-Hunde Gassi zu führen. Das darf jeder, der Erfahrung mit Hunden mitbringt und volljährig ist, beziehungsweise eine volljährige Person dabeihat. Auch wer einen Hund aus dem Tierheim aufnehmen möchte, darf den Vierbeiner beim Spaziergang kennenlernen.

Besonders beliebt sind natürlich die ganz kleinen Hunde. In der Quarantäne-Station war gleich eine ganze Bande winziger Hündchen zu sehen, die von innen an jener Scheibe hochsprangen, an der sich von außen vor allem Kinder die Nase plattdrückten. Diese süßen Vierbeiner waren aber schon alle vergeben.

Völlig unbeeindruckt von den neugierigen Blicken der vielen Besucher zeigten sich die Katzen. Sie lagen schlafend und dösend auf Stühlen und in Körbchen – und ließen sich höchstens einmal dazu hinreißen, ein müdes Auge zu öffnen. Da wurde der Gang zum Fressnapf zur kleinen Sensation und dank der bodentiefen Fenster konnten Kinder genau beobachten, was die Katzen fraßen. Die Mitarbeiterin Ilse von Bosse und ihre Kolleginnen gaben bereitwillig Auskunft, welches Futter die Katzen am liebsten haben, welche Katze besonders ver­schmust und brav ist, und wer nur als Pensionsgast im Tierheim ist. Babykatzen gab es nicht zu sehen. Die sind nämlich in den Pflegestellen untergebracht und kommen erst später ins Tierheim. „Wir vermitteln laufend, auch viele erwachsene Katzen“, sagte von Bosse. Einige der Katzenräume stehen gerade leer. Sie beherbergten den Bücherflohmarkt.

Geschickt und geduldig

Draußen bestanden derweil die Tiere der DRK-Rettungshundestaffel souverän sämtliche Geschicklichkeitsprüfungen. Mit wedelnden Schwänzen bewältigen sie Tunnel, Wippen und Leitern und ließen sich von ihren Hundeführern fachgerecht und geduldig herumtragen. Wer Glück hatte, ergatterte einen Platz in der Sonne und konnte dabei zusehen, wie sich viele Besucherhunde auf dem Platz genauso freudig begrüßten wie ihre Herrchen und Frauchen.

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