Drei Malerinnen stellen im Atelier von Jeanette Hippelein aus

Die Ausstellung "Donna Diva Drama" im Atelier von Jeanette Hippelein in Wallhausen wurde am Samstag im Beisein vieler Kunstfreunde eröffnet.

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  • Das Prozesshafte der Arbeit im Atelier findet sich auch in der Art und Weise, wie die Ausstellung gestaltet ist, wieder. Fotos: Julia Vogelmann 1/2
    Das Prozesshafte der Arbeit im Atelier findet sich auch in der Art und Weise, wie die Ausstellung gestaltet ist, wieder. Fotos: Julia Vogelmann
  • Wolfgang Schwarzkopf führte in das Werk von Monika Sigloch, Brigitt Lorenz und Jeanette Hippelein ein (v.l.). 2/2
    Wolfgang Schwarzkopf führte in das Werk von Monika Sigloch, Brigitt Lorenz und Jeanette Hippelein ein (v.l.).
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Drei Künstlerinnen unter einem Dach, drei starke Frauen: Jeanette Hippelein aus Crailsheim, Monika Sigloch aus Schwäbisch Hall und Brigitt Lorenz aus München präsentieren ihre Arbeiten.

Frauenbilder sind das Thema der Schau, die um vier Werke der international bekannten Künstlerin Elvira Bach ergänzt wurde. "Elvira Bach fügt sich thematisch wunderbar ein. Sie ist die einzig übrig gebliebene weibliche Vertreterin der Jungen Wilden der 1980er-Jahre. Sie hat sich behauptet und das passt hier gut in die Ausstellung", betonte Wolfgang Schwarzkopf. Der ehemalige Vorsitzende des Kunstvereins Schwäbisch Hall führte in die Ausstellung ein und lieferte neben einem geschichtlichen Abriss des gesellschaftlichen Frauenbildes auch jede Menge Beispiele für starke Frauen, vor allem in der griechischen Mythologie, angefangen bei den Nymphen und Sirenen, über die Amazonen bis hin zu Medusa und Medea.

"Ich sehe hier Künstlerinnen, die sich mit Verve von der untergeordneten Position der Frau entfernen, die ihr Frausein bewusst, stolz und kritisch hinterfragend darstellen", so Schwarzkopf. Begeistert zeigte sich der Kunstkenner nicht nur von den Werken selbst, sondern fand auch lobende Worte für die Art der Präsentation im Atelier von Jeanette Hippelein, wo Bilder nicht nur die Wände zieren, sondern am Treppengeländer lehnen oder auf Staffeleien stehen: "Es ist hier nicht die normale Wandästhetik und professionell aufgearbeitet wie in einer Galerie, sondern man sieht die Arbeit, das Prozesshafte und nicht nur das fertige Produkt. Das ist im Trend der Zeit, aber noch selten, doch dabei absolut gelungen."

Besonders eine Akt-Serie von Jeanette Hippelein, in schwarzen schlichten Holzrahmen, fand durch die ungewöhnliche Art der Präsentation, nämlich aufgereiht auf einem großflächigen schwarzen Tisch, den Beifall des Publikums, ebenso wie die Bilder, die sich in ein wie zufällig entstandenes Arrangement von Farben, Pinseln und Abdeckfolie einfügten.

Stolz auf ihr gelungenes gemeinsames Debüt zeigten sich die drei Künstlerinnen. "Es ist ein schönes Gefühl, zu sehen, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat", bestätigte Hippelein und zeigte sich erfreut, dass die Ausstellung bei den Betrachtern für Gesprächsstoff sorgt: "Die Bilder haben dazu angeregt, über sie zu sprechen, genau das hatten wir mit dieser Art, auszustellen, bezweckt."

Info Die Ausstellung im Atelier von Jeanette Hippelein in ihrem Atelier in Wallhausen (Triftshäuser Straße 8, Wolle Rödel) ist noch zu sehen bis 22. Dezember, jeweils mittwochs und donnerstags von 15 bis 18 Uhr.

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