Die Wahl ist kein Übel, sondern ein Privileg

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Wer sich ausweisen kann, der darf wählen.  Foto: 

Gestern war Bundestagswahl in Crailsheim: 193 Schüler aus neun Klassen der Kaufmännischen Schule waren zur Wahl aufgerufen. Sie sind damit Teil eines bundesweiten Projekts der Bundeszentrale für politische Bildung, bei dem Schüler, die in den meisten Fällen nicht wahlberechtigt sind, ihre Stimme abgeben können. Allein in Baden-Württemberg beteiligen sich circa 87 000 Schüler an 361 Schulen. Die Ergebnisse werden nach der Wahl auf Bundesebene bekannt gegeben.

Die beiden Gemeinschaftskundelehrerinnen Alisa Schneider und Christin Günther haben die Juniorwahl zum ersten Mal organisiert und waren beeindruckt von der professionellen Unterstützung durch das Land. „Es hätte zwar die Möglichkeit einer Onlineabstimmung bestanden, aber das wollten wir nicht. Es sollte möglichst nah am Original sein“, sagt Christin Günther. Dafür erhielten sie allerlei Material: Sichtschutz, eine versiegelte Wahlurne, genügend Wahlzettel des Wahlkreises und Wahlbenachrichtigungen für die Schüler.

„Für uns ist das ein wichtiges Projekt, damit Schüler bei ihrer ersten Wahl nicht komplett unvorbereitet sind“, sagt Alisa Schneider. „Leider ist das Interesse an der Politik bei vielen Schülern klein. Hoffentlich können wir sie hier zum Wählen motivieren.“ Ein Problem sei, dass vielen Schülern die Wahl privat eher als notwendiges Übel erscheine. Zufrieden sind die beiden Lehrerinnen mit ihren Schülern allemal. Die haben sich fleißig als Wahlhelfer betätigt, und ihr Wahlrecht wahrgenommen.

Wie an der KSCR gewählt wurde, erfahren die Schüler nächste Woche. Die Wahlprognose von Christin Günther: „Das Ergebnis wird eher mittig ausfallen.“

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