Die Revolution frisst ihre Kinder

"Wir haben nicht die Revolution, sondern die Revolution hat uns gemacht": Dieses Zitat stellen die Freilichtspiele Hall über ihre Eröffnungspremiere, "Dantons Tod" von Georg Büchner. Start ist am Samstag.

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Morgana (Lisa Quarg) hat das kleine Krokodil verzaubert, so dass es zum gefährlichen Drachen wird und das Königreich von Britannien bedroht.

Gerade einmal 21 Jahre alt war Georg Büchner, als er "Dantons Tod" schrieb. Es ist sein erstes Theaterstück, und es zeigte gleich das Genie des Autors, der vor 200 Jahren geboren wurde. "Dantons Tod" ist heute ein Stück Weltliteratur. Generationen von Schülern beschäftigten sich schon mit ihm, und im kommenden Jahr zählt es zum Stoff der Abitursprüfung.

Wann ist eine Revolution eigentlich zu Ende? Und: Wie kann man ein Land nach einem Umsturz in eine neue gesellschaftliche Ordnung führen? Das sind auch heute noch aktuelle Fragen, die Büchner umtrieben, als er 1834 sein erstes Drama schrieb. Mitten in den Wirren eines Europa, das gerade dabei war, sich neu zu ordnen, dachte der junge Arzt, Wissenschaftler, Schriftsteller und leidenschaftliche Republikaner darüber nach, wie gesellschaftliche Veränderung möglich ist - und schrieb das Drama um Danton und seinen Widersacher Robespierre. Beide wollen die Französische Revolution, aber Danton bevorzugt den gewaltlosen Weg, Robespierre den radikalen. Danton wird als Verräter dargestellt und endet auf dem Schafott - die Revolution frisst ihre Kinder.

Das große Revolutionsdrama wird in Schwäbisch Hall auf der großen Treppe vor St. Michael inszeniert von Freilichtspiele-Intendant Christoph Biermeier. Bühne und Kostüme gestaltet Ursina Zürcher, die Musik ist von Thomas Unruh. In den Hauptrollen spielen: Jochen Neupert (Danton), Christoph Schüchner (Robespierre), Vilmar Bieri (Saint Just), Nils Buchholz (Camille Desmoulins).

Die Burgfestspiele Jagsthausen starten heute, Dienstag, in die neue Saison. Eröffnungspremiere ist das dortige Traditionsstück "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe in einer Neuinszenierung von Intendant Heinz Kreidl. Die Hauptdarsteller sind Oliver Jaksch und Thomas Gerber.

Info Premiere in Jagsthausen ist heute, Dienstag, um 20.30 Uhr. Restkarten gibt es unter Telefon (07943) 9123-45. Premiere in Schwäbisch Hall ist am Samstag, 8. Juni, um 20.30 Uhr. Öffentliche Probe ist am Donnerstag, 6. Juni. Karten gibt es unter Telefon (0791) 751-600.

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