Die Majoretten sind die neuste Abteilung beim TV Rot am See

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So sehen die Majoretten des TV Rot am See mit ihren Bâtons und in Uniform aus.  Foto: 

Moderne Majoretten, wie man sie heute kennt, haben ihren Ursprung in den Marsch-Bands der USA. Anfangs gaben deren weibliche Tambourmajore mit ihrem Stock lediglich den Takt vor, während sie der Band vorweg liefen. Später fingen sie an, ihren Taktstock unter anderem schwungvoll durch die Luft zu werfen. Daraus entwickelte sich der Majoretten-Brauch, der nach dem Zweiten Weltkrieg auch nach Europa kam.

Seit dem Jahr 2010 bereichern auch beim TV Rot am See die Majoretten das sportliche Angebot. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe von den Schwestern Stefanie Uhl und Tanja Grün – beide sind selbst seit 22 Jahren als Majoretten aktiv.

„Ich habe früher in Dünsbach gewohnt und war dort Majorette“, erzählt Stefanie Uhl. Nach ihrem Umzug nach Rot am See wurde das Training mit den „Schdägeles Dräwer“, wie sich die Dünsbacher Gruppe nennt, schwieriger. „Mein Sohn spielt in Rot am See Fußball“, sagt sie. Sein Training war aber immer zeitgleich mit ihrem. Damals reifte in ihr die Idee, eine Majorettengruppe in Rot am See zu gründen.

Inzwischen hat sich die Gruppe in der Gemeinde etabliert. 20 Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren üben für allerlei Auftritte. Sei es für den BDS-Tag in Rot am See, Feiern des Altenheims oder Faschingsumzüge – die Majoretten sind dabei.

Vorläufiger Höhepunkt der Mädchen um Stefanie Uhl und Tanja Grün war das diesjährige Dance-Festival in Altenmünster: Dort stellten die Majoretten ihr Können unter Beweis und gewannen die Silbermedaille in der Schülerklasse. Es war das erste Mal, dass die Majoretten an einem Wettbewerb teilgenommen haben. „Das kam richtig gut bei den Kindern an“, erzählt Stefanie Uhl. Deshalb wolle man das auch definitiv wiederholen.

Dass die Schwestern Stefanie Uhl und Tanja Grün die Abteilung Majoretten überhaupt gründen konnten, verdanken sie auch dem TV Rot am See. „Der Verein hat uns am Anfang finanziell bezuschusst“, sagt Stefanie Uhl. Dank dieser Zuwendung habe man beispielsweise Bâtons anschaffen können, fügt die Übungsleiterin hinzu. Das sind die Stäbe, die neben den Uniformen das typische Erkennungsmerkmal der Majoretten sind und die die ursprünglichen Taktstöcke der Tambourmajore der amerikanischen Marsch-Bands beerben. Während der Aufführungen jonglieren die Mädchen mit ihren Bâtons oder werfen sie in die Luft.

Das Training beinhaltet viele Übungen zur Koordination, Geschicklichkeit mit dem Stab und Körperhaltung. Darin sieht Stefanie Uhl die Vorzüge ihres Sports. „Die Kinder werden früh gefördert und lernen, wie man richtig aufrecht steht“, erklärt sie. Auch Rhythmus- und Taktgefühl werden geschult. Und nicht zuletzt macht der Formationstanz viel Spaß.  

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