DIE HT-UMFRAGE: "Wir haben zu wenig Zeit dafür"

Es gab zu wenig Bewerber - diesmal kommt in Crailsheim kein Jugendgemeinderat zustande. Das HT erkundigt sich bei Jugendlichen, was sie vom Gremium und der mangelnden Beteiligung halten.

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"Die werden sich bestimmt dafür einsetzen, dass Jugendliche mehr Rechte bekommen", mutmaßt aus Marktlustenau. Vom Jugendgemeinderat habe er zwar schon mal gehört, meint er, was sich aber genau dahinter verbirgt, wisse er nicht. "Da ich nicht aus Crailsheim komme, fehlt mir da der Bezug", sagt er, "aber schon komisch, dass da keiner mitmachen will. Vielleicht liegt das ja einfach an allgemeiner Unlust."

Sebastian Dhimitri geht in die 9. Klasse an der Realschule am Karlsberg. Von einer missglückten Kandidaten-Kür hört er zum ersten Mal. "Kann man sich da jetzt noch nachbewerben?", will er wissen. Er wäre an einer Teilhabe nämlich durchaus interessiert. "Wenn man da mal bei einer richtigen Gemeinderatssitzung dabei sein kann, wieso nicht? Bei einer Job-Bewerbung macht sich das bestimmt auch mal nicht schlecht", sagt der 15-Jährige.

Die 18-jährige Janine Hirsch gibt zu: "Ich weiß eigentlich gar nicht, was das genau ist." Sie besucht das Sozialwissenschaftliche Gymnasium und erzählt, an ihrer Schule sei von einer Wahl nichts zu hören gewesen. "Eigentlich schade, dass es den Rat nicht mehr gibt", meint sie trotzdem, "Es ist ja immer eine gute Sache, wenn sich Jugendliche einsetzen können."

Judith Behnke (17) wusste zwar, dass es einen Jugendgemeinderat gibt, im Unterricht am Technischen Gymnasium war das bei ihr aber auch nie ein Thema. "Davor war ich an der Realschule am Karlsberg. Da wurde das schon mal erwähnt, aber es hat mich nie gereizt, mitzumachen", erzählt die Schülerin. "Vielleicht", vermutet sie, "sind die meisten einfach mit anderen Hobbys und Schule beschäftigt, dann bleibt für so was keine Zeit mehr."

Ihre Freundin Alessandra Barthelmeß (17) erzählt: "In der Realschule am Karlsberg hingen mal irgendwelche Zettel für die Wahl aus, ansonsten habe ich nichts davon mitbekommen." Alessandra findet es schade, dass sich kein neuer Rat zusammengefunden hat, "Aber ich verstehe das auch. Wir zum Beispiel haben echt viel Unterricht und wenig Zeit." Auch sie erkundigt sich nach eventuellen Neuwahlen, um vielleicht selbst anzutreten.

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