Die Geschwister Weisheit präsentieren einzigartige und atemberaubende Show

Der Blick auf dem Volksfest geht am Wochenende öfter gen Himmel, und das hat nicht nur mit dem Wetter zu tun, sondern auch mit einer Artistenfamilie aus dem thüringischen Gotha: Geschwister Weisheit.

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Der Blick auf dem Volksfest geht am Wochenende öfter gen Himmel, und das hat nicht nur mit dem Wetter zu tun, sondern auch mit einer Artistenfamilie aus dem thüringischen Gotha: Geschwister Weisheit. Die Truppe gibt es seit nunmehr 116 Jahren. Heute führen die Brüder Peter Mario und André das Unternehmen, in Crailsheim sind sie mit ihren Frauen und Kindern in Aktion: Heike, Doreen, Natalia, Susanne, Alexander, Max und Charly. Insgesamt viermal präsentieren sie ihre Hochmast-Motorradshow „Über allen Köpfen“.

Dafür haben sie drei 150 Meter lange Seile quer über den Volksfestplatz gespannt, auf denen fahren sie mit maximal drei Motorrädern hin und her. Wenn sie richtig Gas geben, kommen sie auf 50 bis 70 Stundenkilometer. Das ist aber noch lange nicht alles. An einem 62 Meter hohen, zudem wackeligen Mast – ein Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes – vollführen sie waghalsige Kunststücke. Und als wäre das alles eh nicht schon atemberaubend genug, holen am Samstag erst Natalia (übrigens erst das dritte Mal nach fünf Jahren Babypause) und später Peter Mario Weisheit noch die Trompete raus, um in schwindelerregender Höhe noch ein Solo hinzulegen. „Der Hochmast fordert alles“, so sagt es Peter Mario Weisheit. So kann man es auch formulieren.

Die Weisheits warten in Crailsheim mit einer Weltneuheit auf. Ihre vom TÜV geprüfte Motorrad-Startanlage ermöglicht Shows über Veranstaltungsarealen. Darauf sei er „richtig stolz“, betont Peter Mario Weisheit. Dies würde die Existenz des Familienunternehmens für die nächsten 25 Jahre sichern. Einen finanziellen Drahtseilakt wünscht sich ja keiner. Um sonst auf Nummer sicher zu gehen bei Nummern wie dem doppelten Todes-Looping oder der großen Motorradpyramide, gibt es für alle Artisten Sicherungsseile – und zwar seit fünf Jahren. Vor dieser Zeit waren auch die Weisheits nicht vor Stürzen gefeit. „Das Publikum darf schon rätseln“, findet Peter Mario Weisheit, aber generell habe er eine größere Akzeptanz festgestellt, wenn die Leute wüssten, dass nichts passieren könne.

„Wir sind keine Risikoartisten, wollen die Leute nicht in Angst und Schrecken versetzen“, betont Jasmin Weisheit, die Tochter von Peter Mario. Auf dem Hochseil steht sie nur noch „in meiner Freizeit“, wie sie sagt. Ansonsten kümmert sie sich um die Moderation bei den Auftritten, „liebe Gäste“ sagt sie zum Publikum. Und Jasmin Weisheit sorgt auch dafür, dass die Darbietungen mit dramatischer Musik unterlegt werden, das gehört wohl einfach dazu. Nach 30 Minuten ist Schluss. Die Veranstaltung, muss man wissen, findet sogar bei Regen und Wind statt. Es sei denn, es wird extrem. Eine Wetter-App hält die Truppe immer auf dem Laufenden.

Das, was das Publikum in Crailsheim zu sehen bekommt, ist lediglich ein kleiner Teil, wie Peter Mario Weisheit sagt. Die Geschwister Weisheit könnten gute zweieinhalb Stunden Programm bieten ohne dabei Gefahr zu laufen, sich zu wiederholen. „Das gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr“, sagt er.

Egal, dem Publikum gefällt es, das kann man sehen und hören. Während eine Frau mit den Lippen lieber nur ein O formt, stößt der Mann neben ihr ein lautes „Boah“ aus. So was hat Crailsheim eben noch nie gesehen. Für die Weisheits ist es jedenfalls eine Premiere. „In der Gegend“ waren sie vorher noch nie, heißt es. Der Kontakt entstand Anfang des Jahres auf einer Messe in Dortmund. Dass die Truppe nicht ganz billig ist, kann man sich gut vorstellen. Aber zur Feier des Tages, zum 175. Volksfest-Geburtstag, hat sich die Stadt nicht lumpen lassen. Und am Ende muss man sagen: Es hat sich doch gelohnt.

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