Das Jahr erfolgreich gemeistert

Der Technologiekonzern Voith startet nach einem guten Geschäftsjahr in eine neue Wachstumsphase. Mit dem Geschäftsbereich „Digital Solutions“ soll auch in Crailsheim für Synergieeffekte gesorgt werden.

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Ein Mann steigt in einen der neuen Elektrobusse, für die Voith den Antrieb entwickelt hat. Das Konzept wurde gestern bei der Pressekonferenz des Heidenheimer Konzerns erläutert.  Foto: 

Das Maschinenbauunternehmen kann im Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen auf erfolgreiche Geschäfte zurückblicken. Die Kurse stehen, insbesondere im Kerngeschäft der Bereiche Hydro, Paper und Turbo, eindeutig auf Wachstum. Mit einem Auftragseingang von über 4,4 Milliarden Euro legt der Gesamtkonzern um über 6 Prozentpunkte zu. Ungeschlagen bleibt allerdings das Segment der  Papiermaschinen, dessen Auftragseingang mit 24 Prozent einen großen Wachstumssprung absolvieren kann. In der Vergangenheit wurden hier etwa 1500 Arbeitsplätze abgebaut.

Umbruch trägt Früchte

Der Umsatz des Gesamtkonzerns verbleibt mit 4,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Aufgrund gesunkener Auftragseingänge aus den Vorjahren muss Voith Turbo allerdings gesunkene Umsätze vermelden. Unter dem Strich beträgt der Gewinn des Konzerns historisch hohe 596 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur etwa 29 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Entwicklung lässt sich allerdings recht einfach begründen: Denn neben den positiven Effekten aus dem Kon­zernumbau, verschafft sich Voith mit dem geplanten Verkauf seiner Anteile an dem Roboterbauer Kuka zusätzliche finanzielle Spielräume.

Im gleichen Zug will der Technologiekonzern die Umsetzung seiner digitalen Agenda weiter forcieren. Denn erst im Jahr 2016 wurde mit „Voith Digital Solutions“ ein weiterer Konzernbereich geschaffen. Dieser ist seither am Standort Crailsheim zu finden. Traditionell ist dort auch das Segment Voith Turbo angesiedelt. Die gesamten Anlaufkosten von „Digital Solutions“ belaufen sich in diesem Geschäftsjahr auf rund 45 Millionen Euro. „Wir liegen mit unserem Ziel, Voith als maßgeblichen Gestalter der digitalen Industrie zu positionieren, voll im Plan“, erklärt der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung Dr. Hubert Lienhard. Jedes Gerät, das Voith künftig liefern werde, solle kommunizieren können, gibt er bekannt und meint damit, dass Aufträge und auch Produkte ohne menschlichen Eingriff miteinander agieren sollen. Insgesamt investiert der Konzern derzeit 100 Millionen Euro in die Entwicklung digitaler Produkte und Services – zusätzlich zu den regulären Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von 225 Millionen Euro. Bereits 1400 Mitarbeiter gehören dem Konzernbereich an.

Im neuen Bereich hat Voith die weltweiten Kompetenzen in Sachen Automatisierung, Software, IT, Digitalisierung und Sensorik gebündelt. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Segmenten sollen in Crailsheim Synergieeffekte geschaffen werden. In dem, auch im Kreis beheimateten, Konzernbereich Turbo, will sich das Unternehmen in den kommenden Jahren ebenfalls weiterentwickeln. Als System­anbieter für elektrische Bus-Antriebe sollen in Zukunft  dreistellige Millionenbeträge erwirtschaftet werden.

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