Das ewige Stellungsspiel

Die Ferien sind vorbei, die Busse voll und die Hefte gehen langsam zur Neige: Die Schule hat begonnen. Bevor es los geht bedarf es aber viel Planung.

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In einem Mäpple muss alles seine Ordnung haben, sonst findet man nichts. Ähnlich verhält es sich auch bei der Stundenplanplanung der Schulen.  Foto: 

Nach über sechs Wochen Müßiggang hat sie am Montag in Baden-Württemberg wieder begonnen: die Schule. Auch in Crailsheim ging es jetzt los. Manche Schüler gehen zum ersten Mal durch die Schultür, für andere beginnt das letzte Schuljahr überhaupt. Aber wie bereiten sich die Schulen auf das neue Schuljahr vor?

Anruf bei Ulrich Kern, Rektor der Realschule am Karlsberg und geschäftsführender Schulleiter der Crailsheimer Schulen: „Die Zahl der angemeldeten Schüler ist ab März bekannt, wirklich für das neue Schuljahr geplant wird allerdings erst in den Ferien“, sagt Kern. Er erklärt weiter: „In der ersten Ferienwoche und den beiden letzten werden die Stundenpläne und Klassengrößen bestimmt.“

Denken in drei Dimensionen

Wichtig sind nicht nur die Schülerzahlen, sondern auch die Auswahl der Wahlpflichtfächer, die Zahl der Lehrer und deren wöchentliche Unterrichtsstunden. Ulrich Kern wählt ein Beispiel: „Der Religionsunterricht wird meistens von Pfarrern übernommen. Die können natürlich nicht jeden Tag in die Schule kommen, sondern zum Beispiel nur dienstags und donnerstags. Wenn jetzt einzelne Schüler in verschiedenen Klassen Ethikunterricht haben, dann müssen wir die im Unterricht zusammenlegen, gleichzeitig aber darauf achten, dass überall Religion stattfindet.“

Sein Fazit: „Die Erstellung von Stundenplänen ist wie Schachspielen, vor allem wenn, wie in diesem Jahr, ein neuer Bildungsplan umgesetzt werden muss.“ Es sei immer ein Denken in den drei Dimensionen Schüler, Lehrer und Räume. An der Realschule am Karlsberg spielt auch das Lehrerunterrichtsraumkonzept eine Rolle. Nicht die Lehrer kommen zu den Schülern in die Klassenräume, sondern die Klassen zu den Lehrern.

An der Zahl der Schulanfänger hat sich im Vergleich zu 2016 wenig geändert. Was die eine Schule mehr hat, hat die andere weniger. So berichtet das Staatliche Schulamt Künzelsau für dieses Jahr von 276 neuen Erstklässlern an den Crailsheimer Schulen. Im Vorjahr waren es 278 ABC-Schützen. Bei den Fünftklässlern sind es laut Schulamt 294 neue Schüler an den Schulen außer an den Gymnasien. Dies stellt einen kleinen Rückgang zum Vorjahr dar, da waren es 308.

Zu den beiden Crailsheimer Gymnasien liegen noch keine genauen Zahlen vor, allerdings gibt es, legt man die Anmeldezahlen vom März zugrunde, am Albert-Schweitzer-Gymnasium und am Lise-Meitner-Gymnasium insgesamt 144 neue Schüler in sechs Klassen.

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