Damit die Kasse weiter zahlt. . .

Ist der Arzt im Urlaub, bekommt man Folgekrankschreibungen beim Vertretungsarzt. Das ist wichtig für Krankengeld-Empfänger. Sie müssen ohne Lücke krankgeschrieben sein - sonst hört die Kasse auf zu zahlen.

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Sven B. steht unter Zeitdruck. Er bekommt Krankengeld, und seine Krankschreibung ist gestern ausgelaufen. Als er seine neue Bescheinigung abholen möchte, steht er vor verschlossener Tür. Ein Aushang informiert ihn, dass die Praxis nicht besetzt ist und wer die Vertretung übernommen hat. Aber um dort heute noch den Arzt zu erreichen, muss er sich beeilen. Denn dessen Sprechzeiten sind andere als bei seinem Hausarzt. "Schon ein einziger Tag ohne Krankschreibung ist für Empfänger von Krankengeld fatal - denn dann kann die Kasse die Zahlungen komplett einstellen", sagt Michaela Schwabe von der Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), die als gemeinnützig anerkannt ist.

Um das zu verhindern, muss man spätestens am ersten Werktag nach Ende der bisherigen Krankschreibung zum Arzt gehen und sich die Folgekrankschreibung holen. Übers Wochenende gilt diese Werktags-Regelung allerdings nur, wenn man wegen derselben Krankheit weiter krankgeschrieben wird.

Falls der eigene Arzt im Urlaub ist, wendet man sich an seine Vertretung, die jeder Kassenarzt für diese Zeit organisieren muss. Namen und Adresse des anderen Arztes findet man zum Beispiel über eine Ansage auf dessen Anrufbeantworter oder einen Aushang an der Praxistür heraus. Was viele Betroffene nicht wissen: "Als Patient habe ich die Pflicht, selbst für eine lückenlose Krankschreibung zu sorgen", so Schwabe. "Die Verantwortung liegt bei mir persönlich und nicht beim Arzt."

Krankengeldempfänger sollten sich frühzeitig informieren, wann ihr Arzt im Urlaub ist und wer ihn vertritt. Zudem muss man mit der neuen Krankschreibung nicht bis zum letzten Tag warten. Eine Folgekrankschreibung ist auch im Voraus möglich. Tipp Die UPD berät per Gesetz kostenlos und neutral zu allen Gesundheitsfragen - vor Ort in 21 Großstädten, im Internet unter www.patientenberatung.de und am bundesweiten Telefon (gebührenfrei im Festnetz) unter 08 00 / 0 11 77 22 (montags bis freitags 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.)

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