Clevere Idee als zweites Standbein

Bauwirtschaft: Die Firma Pflüger in Obersteinach hat sich mit Trennungen einen Namen gemacht.Ein Tochterunternehmen mit jetzt spezielle Lösungen an.

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Geschäftsführer Ulli Pflüger demonstriert am neuen Standort im Gewerbepark Kirchberg die Funktionsweise der neu entwickelten Trennungslösungen.  Foto: 

Seit kurzem finden sich die drei Firmen Ingenia Projects, Vestas und Pflüger TOB unter einem Dach. Gemeinsam nutzen sie einen Hallenneubau im Gewerbepark Kirchberg.

Die Ingenia Projects GmbH & Co. KG, mit Sitz im Wasserschloss in Erkenbrechtshausen, hat die Halle erstellt und nutzt selbst einen Teil der Halle als Lagerraum, um die betriebsinterne Logistik für die beiden Geschäftszweige Fotovoltaik-Anlagenbau und die Errichtung von digitalen Netzwerken in Kommunen und gewerblichen Objekten zu verbessern. Rund 1,2 Millionen Euro hat Ingenia in das Gebäude investiert, dass  auch dem Windkraftanlagenhersteller Vestas als Servicestützpunkt für den Raum Hohenlohe-Franken  dient.

Mehr Raum  benötigt

Der zweite Mieter ist das Familienunternehmen Pflüger Holz- und Kunststofftechnik aus Ilshofen-Untersteinach. Das renommierte Unternehmen, das Knut Pflüger im Jahr 1974 gründete, hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem der Spezialisten in der Region im Bereich der Ummantelungstechnik für die Möbelindustrie entwickelt. Gefertigt werden unter anderem Fronten, Blenden, Handläufe oder montagefertige Elemente.

Der hohe Anspruch an die eigene Fertigung ist auch Ausdruck einer gelebten Firmenphilosophie, die auf „langjährige und zufriedenstellende Kundenbeziehung“ setzt und auf den Säulen „Qualität, Pünktlichkeit und Vertrauen“ fußt. Neben namhaften Möbelproduzenten gehören auch Firmen aus dem Fenster- und Fassadenbau und Bauunternehmen zum Kundenkreis. Ihnen bietet Pflüger Systeme zur thermischen Trennung, Dämmung und Konstruktion. Daneben steht der mittelständische Betrieb auch für neue Produktideen, die nicht auf den ersten Blick mit Profilummantelung in Verbindung gebracht  werden. Gemeinsame Entwicklungen mit Kunden sind ein  fester Bestandteil des Leistungsportfolios. Dazu gehört auch die Disposition „bei minimalstem Lagerbestand“ und steter Verfügbarkeit der Produkte. Fertigen, konfektionieren und kommissionieren geht bei Pflüger Hand in Hand. Zeitgenau wird täglich rund 1000 Mal in der Stückzahl eins an die Produktionsbänder oder direkt an die Verladung geliefert. Auch Kunden, die Teile der Produktion ausgliedern, wenden sich an Pflüger. Geschäftsführer Ulli Pflüger: „Wir haben mehrfach bewiesen, dass eine Ausgliederung von verschiedenen Produktbereichen – auch in der Möbelindustrie – erfolgreich zu machen ist.“ Das Unternehmen steht seinen Partnern dabei unter anderem bei der Wahl von Materialien, Produktionstechnologien und dem Festlegen von Qualitätsniveaus  zur Seite.

Neues Schwesterunternehmen

Vor vier Jahren hat der Familienbetrieb damit begonnen, sich ein weiteres Standbein aufzubauen und dafür das Schwesterunternehmen Pflüger TOB GmbH gegründet. Der Betrieb konzentriert sich ganz auf die Herstellung von neuartigen und technisch ausgeklügelten Baukastensystemen für thermische Trennungen, die unter anderem im Fenster- und Fassadenbau eingesetzt werden. Diese Trennungen werden aus recycelten Kunststoffen (PET) hergestellt. In der Gewerbehalle wurde dafür ein neues Bearbeitungszentrum eingerichtet. Hier wird die angelieferte Plattenware, speziell überarbeitet und vormontiert. Der Geschäftsbereich hat sich zuletzt „hervorragend entwickelt“.  Ulli Pflüger: „Erst vor kurzem haben wir einen Großauftrag von einem regional ansässigen Hausbauunternehmen erhalten. Es war deshalb für uns einfach zwingend notwendig, uns erneut  zu vergrößern.“

Anfang 1950 kauft Karl Pflüger  das erste Gebäude mit Grundstück. Er beginnt mit der der Produktion von Sportartikeln, unter anderem Tischtennisschläger.

Start Am 1. April  1974 wird die  Pflüger GmbH + Co. KG gegründet. Der Geschäftsführer ist Knut Pflüger, der sich mit fünf Mitarbeitern auf die Produktion von ummantelten Profilen spezialisiert. In den nächsten Jahren wird mehrfach umgebaut und erweitert. 1994 wird mit der Just-in-time- Produktion von Möbelkomponenten als Systemlieferant im Werk 2 in  Ilshofen begonnen.

Der Einstieg in die Prägetechnik und die Erweiterung der Produktionsfläche um 800 Quadratmeter ist ein weiterer Meilenstein.

Nachfolge 1999 tritt Sohn Ulli Pflüger, Dipl. Ing. (FH) in die elterliche Firma ein. Das Unternehmen investiert auch in der Folge konsequent in moderne Verarbeitungstechnologien und Fertigungsstrukturen, wie etwa den Aufbau von Fertigungsinseln, die Umstrukturierung der Fertigungssteuerung nach dem Pull-Prinzip, die Zuschnittoptimierung für Platten mit Anbindung an ein ERP-System, neue  Ummantelungsmaschinen mit Schlitzdüse und 700 Millimetern Folienbreite etwa für Möbelfronten oder Fertigungszentren, sind nur ein paar Beispiele für die moderne Ausrichtung  des Familienbetriebes.

Anspruch Die rund 80 Mitarbeiter garantieren Qualität und Service auf höchstem Niveau. Jährlich bildet  Pflüger zwei Auszubildende aus und sichert sich so den notwendigen Fachkräftenachwuchs. Das Unternehmen wird heute von Knut Pflüger (Vertrieb) und Uli Pflüger (Technik) geführt.

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