CD-Kritik

Nach dem Sensationsalbum "The Path Of Totality" melden sich die Herren aus Bakersfield zurück - mit einem alten Bekannten.

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USA 2013 / Universal / 11 Lieder / Hörtipps: "Prey For Me", "Paranoid And Aroused", "Never Never", "Punishment Time"

Selten war die Spannung vor einem neuen Korn-Album größer. Würde die experimentierfreudige Alternative-Metal-Band aus Kalifornien weiter auf den Dubstep-Pfaden wandeln, die sie mit The Path Of Totality 2011 beschritt?

Nein, The Paradigm Shift steht wieder mehr in der Tradition vorangegangener Korn-Alben. Von einem Paradigmenwechsel seit der 2011er-Platte kann man dennoch nicht sprechen. Immer wieder blitzen in den elf Songs Elektro-Elemente auf, die teilweise an die schnelle, stressige Spielart Dubstep erinnern. Jedoch sind diese lange nicht mehr so präsent. DJs wie Skrillex sucht man diesmal im Booklet vergeblich. Dafür taucht dort ein alter Bekannter auf: Brian Phillip "Head" Welch ist zur Band zurückgekehrt - zum ersten Mal seit See You On The Other Side (2005). Da passt es nur zu gut ins Bild, dass dieses elfte Album seit Gründung der Band im Jahr 1993 im kalifornischen Bakersfield entstand - dort, wo mit Korn eine der großartigsten Metal-Gruppen der letzten 20 Jahre ihre Wurzeln hat.

Die Songs auf The Paradigm Shift klingen lange nicht so gequält und morbide wie die aus den Anfangsjahren der Band, die Grundstimmung des Albums passt jedoch noch immer weitaus besser in den Herbst als ins Frühjahr. Gitarrenriffs wie von der Kreissäge, der abgründig tiefe Bass und die unvergleichlich schmerzerfüllte Stimme von Frontmann Jonathan Davis prägen auch im Jahr 2013 den unverwechselbaren Sound von Korn.

Korn gelingt mit The Paradigm Shift der Spagat zwischen dem Frühwerk und modernen Alben.

Disturbed, Slipknot, Device

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