Brücken in die Gegenwart

Wenn am Sonntag der europäische Tag der jüdischen Kultur gefeiert wird, öffnen sich in 34 Ländern Tore zu Synagogen, Friedhöfen, Gedenkstätten und Museen. Auch Einrichtungen in Hohenlohe sind beteiligt.

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Die Geschichte des Judentums, seine Bräuche und Traditionen bekannt machen: Das ist das Ziel des europäischen Tags der jüdischen Kultur. Der Aktionstag wird seit 1999 jedes Jahr im September begangen - so auch am kommenden Sonntag, 6. September.

In diesem Jahr lautet das Motto "Brücken". Mit Veranstaltungen sollen Brücken aus der Vergangenheit ins Heute geschlagen werden. Auch in Hohenlohe gibt es Angebote zum Aktionstag. Klaus und Mira Huth haben für das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim eine Führung durch Museum, Schloss und Stadt ausgearbeitet. Im Mittelpunkt steht die 700-jährige Geschichte der Mergentheimer Juden: Im Jahr 1293 wurde die jüdische Gemeinde dort erstmals erwähnt, im August 1942 wurden die letzten Mergentheimer Juden nach Theresienstadt deportiert. Die Führung mit Klaus und Mira Huth beginnt um 14 Uhr, Treffpunkt ist an der Museumskasse.

In Braunsbach ist das Rabbinatsmuseum geöffnet. Von 14 bis 18 Uhr sind dort Fotografien von Matthias Lauterer zum Thema "Bet ha-chajim - Haus des Lebens." zu sehen. Zudem ist der jüdische Friedhof zur Besichtigung geöffnet.

In Crailsheim nimmt sich das Stadtarchiv des Themas an und bietet um 11 Uhr eine Führung über den jüdischen Friedhof an der Beuerlbacher Straße an: "Der jüdische Friedhof als Kulturdenkmal". Eine weitere Führung unter dem Titel "Spuren des jüdischen Lebens" beginnt um 14.30 Uhr. Die Teilnehmer treffen sich auf dem Marktplatz.

Vor dem jüdischen Museum in Creglingen startet Albert Krämer um 15 Uhr seine Führung "Auf den Spuren jüdischer Zeitzeugen durch Creglingen".

Unter dem Titel "Ein Arbeitslager in der Endphase der NS-Herrschaft" beginnt um 11 Uhr auf der KZ-Gedenkstätte beim Bahnhof in Hessental eine Führung. Das Hällisch-Fränkische Museum in Hall bietet um 14.30 Uhr eine Führung durch die jüdische Abteilung, die so bedeutende Exponate wie die von Elieser Sussmann 1738/39 bemalten Synagogenvertäfelungen aus Unterlimpurg und Steinbach enthält. Zudem gibt wird der jüdische Friedhof in Steinbach besucht.

Und in Michelbach an der Lücke ist die ehemalige Synagoge von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Synagogen in Württemberg. www.gedenkstaetten-bw.de

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