Brief von Lilo Herzig aus Worthington: „Die vierfache Größe des Volksfestes“

Seit dem 28. Juli ist Lilo Herzig als Austauschschülerin in Worthington, Minnesota (USA). In ihrem ersten Brief berichtet sie von ihren ersten Erlebnissen und Erfahrungen in der amerikanischen Partnerstadt.

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Hallo Crailsheim,

hier schreibt Lilo Herzig, eure 2017/2018 Austauschschülerin in Worthington, Minnesota (USA). Fangen wir mal ganz von vorne an: Am 28. Juli bin ich zusammen mit 120 Worthingtonern nach Minnesota geflogen. Gleich an meinem ersten richtigen Tag gab es eine Willkommens- bzw. Willkommen-zurück-Party für meinen Gastbruder Dominic und mich. Auf der Party hatte ich meinen ersten richtigen Hot-Dog und wir sind mit einem Speedboot auf dem See rumgefahren.

Mit dem Beginn der nächsten Woche machten sich meine Gasteltern, Scott und Karen, zwei meiner fünf Gastbrüder, Quentin und Dominic, und ich auf den Weg Richtung Norden. Eineinhalb Wochen sind wir von Cabin (eine kleine Waldhütte) zu Cabin gereist und ich durfte mir die Schönheit einiger Sehenswürdigkeiten ansehen. Lake Vermillion, ein See mit unzählig vielen kleinen Inseln, State Park Itasca, Duluth und die Sudan Underground Mine sind definitiv einen Besuch wert. Außerdem bin ich zusammen mit meinem Gastvater und meinen Gastbrüdern fischen gegangen und man glaube es kaum – ich hab sogar was gefangen!

Wieder zurück in Worthington begann auch schon das Tennistraining für das Schulteam. Ich persönlich hatte noch nie zuvor Tennis gespielt, geschweige denn verstanden, welche Linie jetzt was bedeutet. Aber ich lernte schnell, unter anderem mit Hilfe meiner tennisbegeisterten Großeltern, welche mir via E-Mail den Tipp gaben: „Starr einfach den Ball an, dann triffst du schon!“

An meinem Geburtstag, dem 22. August, hatten wir auch schon unser erstes Spiel gegen eine andere Schule. Ich spielte Doppel und zusammen mit meiner Partnerin Olivia gab es das beste Geburtstagsgeschenk: der Sieg unseres Matches. Abends nach dem Spiel haben meine Freunde eine kleine, sehr schöne Geburtstagsfeier organisiert. Und zusammen mit ihnen konnte ich feiern, dass ich selbst mit 15 immer noch die jüngste Austauschschülerin dieser Partnerschaft bin.

Zusammen mit meiner Freundin Chloe und ihrer Mutter Coline bin ich zur Minnesota State Fair in St. Paul gegangen. Ihr müsst euch das so vorstellen: die vierfache Größe des Volksfests, aber mit Stimmung und Ständen wie der Muswiese. Bevor die Schule startete, gab es noch einen spaßigen Badeausflug nach Okaboji zusammen mit meinen Freunden, bevor alle wieder mit der High School beschäftigt sein oder auf dem Unicampus wohnen werden. Und dann startete auch schon die Schule.

Um ganz ehrlich zu sein: Die ersten paar Tage war ich sehr verloren, da ich kaum Klassen mit meinen Freunden habe. Aber nach der ersten Eingewöhnungsphase habe auch ich mich zurechtgefunden. Die Schule hier ist sehr anders als die Schule in Deutschland; welche Schule jetzt besser ist, weiß ich noch nicht so ganz. Allerdings gibt es hier viele Freizeitangebote: so spiele ich wie gesagt Tennis, bin im Chor und in der amerikanischen Version der SMV.

Während in Crailsheim das Volksfest wütete und ich meinen Freunden verbot, mir Bilder von letzterem zu schicken, wurde hier der King Turkey Day gefeiert und ich durfte in der Parade mitlaufen. Der Turkey Day hat mich persönlich an den Hammeltanz in Onolzheim erinnert.

Und jetzt noch ein kleiner Aufruf: Wer auch immer mit dem Gedanken spielt sich für den Austausch zu bewerben: Probier‘s aus! Du hast nichts zu verlieren, vielmehr sehr viel dazu zu gewinnen.

Liebe Grüße, ich melde mich ganz bald wieder,

eure Lilo Herzig

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