Besinnung statt Stress

Seit dem 19. Jahrhundert gibt es den Brauch, mit einem Adventskalender die Tage zu zählen. Der Kalender in Ingersheim hat erst seit fünf Jahren Bestand - bereitet seitdem aber große Freude.

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Die Nummer 20 auf dem Ingersheimer Adventskalender stimmt mit der weihnachtlichen Dekoration wunderbar auf das Fest ein. Foto: Mirjana Köder

Die Ingersheimer nennen ihren Adventskalender nicht ohne Grund "lebendig". Jeden Abend treffen sie sich an einem Fenster, um ein bisschen zusammen zu sein. Es ist eine richtige kleine Feier mit Glühwein, Punsch und Plätzchen. "Das kann jeder an seinem Fenster machen, wie er möchte", erzählt Sabine Engel, die das 20. Fenster gestaltet hat. "Manchmal werden auch Lieder gesungen oder weihnachtliche Geschichten vorgelesen", sagt sie.

Heute kommen sogar 20 Senioren von der Altenbegegnungsstätte zum 22. Adventsfenster, um ihren Abschluss zu feiern. Alle genießen sie die vorweihnachtliche Zeit und schaffen dabei eine festliche Atmosphäre.

Sabine Engel hat das 20. Fensterchen, das nach Einbruch der Dunkelheit mit dem Hinaufziehen des Rollladens geöffnet wurde, sehr stimmungsvoll dekoriert. Es entsteht der Eindruck, als würden die beiden Engel verkünden, dass es gar nicht mehr lange ist bis Weihnachten. Auch in Ingersheim geht nur noch drei Mal der Rollladen nach oben und das Licht an, bevor es dann im nächsten Jahr in der Adventszeit von vorn beginnt. Wie die Idee des "lebendigen" Adventskalenders nach Ingersheim kam? "Eine Bekannte hat mich darauf angesprochen", sagt Sabine Engel. Heute ist sie bei der Organisation voll involviert. "Aber die Landfrauen Ingersheim unterstützen die Aktion sehr, ohne sie würde es nicht gehen", meint Carola Schnabl. "Wir stellen auch immer eine kleine Kasse zu den Fenstern, das Gespendete geht dann beispielsweise an die Ingersheimer Jugend oder an den Kindergarten", erzählt sie. Auf dem Hof spielen die zahlreichen Kinder, die mit ihren Eltern hergekommen sind. Auch sie haben viel Spaß. "Wir haben einfach mal vorbeigeschaut", sagt die kleine Carolin. "Das ist super, weil ich alle kenne", fügt sie hinzu und springt wieder zu den anderen, um dick eingepackt in Mäntel, Schals und Mützen weiterzuspielen. Die Adventszeit, die oft von Stress geprägt ist, wird hier dann doch zu dem, was sie sein sollte: besinnlich.

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