Bartensteiner Kreis stellt im Crailsheimer Stadtmuseum aus

Mit „Getrennt – Verbunden“ haben die Künstler des Bartensteiner Kreises ihre neueste Ausstellung überschrieben. Sie ist im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital zu sehen.

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    Ein Werk von Edith Stegmeier: „Tag und Nacht II“. Foto: 
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    Eine Arbeit von Gila Bahmann: „wieder vereint“. Foto: 
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    Ein Werk von Wilfried Richter in der Kapelle: „Das Paar“. Foto: 
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Mit „Getrennt – Verbunden“ haben die Künstler des Bartensteiner Kreises ihre neueste Ausstellung überschrieben. Sie ist im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital zu sehen.

Drei Installationen hat Wilfried Richter in die Spitalkapelle gestellt: „Das Paar“, „Der Enkel“ und „Der Greis“. Letzterer kann nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben und ist von diesem durch ein Gitter getrennt. Aber es hat natürlich Öffnungen, durch die die Welt schon noch an ihn heranreicht: Er ist von ihr getrennt, aber immer noch verbunden. „Zwei Menschen können verbunden sein“, meint der Künstler, „obwohl es zwischen ihnen immer eine naturgegebene Trennung gibt, ganz einfach deshalb, weil das Eindringen in das Denken meines Gegenübers nicht möglich ist. Allein durch Kommunikation kann ich an seinen Gedanken teilhaben.“

Was trennt uns, was verbindet uns?

Violette Linien trennen bei ihm sowohl bei „Das Paar“ wie auch bei „Der Enkel“ die Figuren voneinander. Im Vorraum der Kapelle geht es ebenso um eine Linie. Auf ihrem Bild „getrennt – verbunden“ hat Heidrun Scharf sie angedeutet: „Eine junge Frau, das Gesicht erkennbar und vielleicht ein älterer Man, welcher nur zu erahnen ist, aber ein erkennbarer Turban? Eine weiße Linie, die trennt, aber nicht durch das gesamte Bild geht? Was trennt uns, was verbindet uns?“ Großformatige Bilder hat sie darüber hinaus durch kleinere zusammengefügt.

Ebenfalls den Ausstellungstitel benutzt Ilse Springer für ihre abstrakt anmutenden Bilder, aus denen aber doch immer wieder menschliche Umrisse heraustreten. Sie bezieht sich auf Krieg und Flucht: „‚Getrennt – Verbunden‘, ein Thema, das uns im Moment alle zum Nachdenken zwingt. Zunächst stehen wir vor einem morbiden Szenario, vor Not und Elend, Krieg und Hunger, die zwar beängstigen, aber auch die Chance eröffnen, die Ursachen und Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, unsere Hilfe anzubieten und Betroffene zu unterstützen, damit sie an ihrer Not nicht zerbrechen.“

Roswitha Schäfer hat für die Ausstellung Collagen erarbeitet, die sie etwa mit „Zerrissen“ betitelt hat. Eine andere ist etwa „Seelenverwandte“ benannt. Es gehe ihr um das kritische Hinterfragen der eigenen Unzulänglichkeiten, erläuterte Hans-Jochen Gimpel, der vertretungsweise Erich Göllers Einführung in die Ausstellung im Stadtmuseum vortrug.

Helga Gimpel bietet auf ihren Aquarellen mit Texten eine Auseinandersetzung mit einem Thema, das, so die Künstlerin, die Menschen „seit Anbeginn der Menschheit beschäftigt“. Hans-Jochen Gimpel führte weiter aus,: „Ein Leben und Weiterleben ist ihrer Meinung nach ohne Gemeinschaft nicht möglich. Wie diese Gemeinschaft allerdings aussehen soll, diese Frage trennt seit Jahrhunderten Menschen und Völker.“

Lisa Hopf hat sich mit dem Thema vorwiegend mittels Tonplastiken beschäftigt. So hat sie Stier und Bär als Symbole für Hausse und Baisse gegenübergestellt. In einer Vitrine hat sie Objekte aus verrostetem Metall geschaffen, die das Eingesperrtsein von Tieren im Zoo und das Ausgesperrtsein der Zoobesucher thematisieren.

Da ist auch Sara Ogets Panther nicht weit weg, der Rilkes Gedicht zitiert. Auch bei ihr sind auf dem an ein Puzzle erinnernden Bild Mann und Frau als „ergänzende Gegensätze“ inszeniert. Ein abstrakteres Gegenüber findet sich ebenfalls auf Edith Stegmeiers Holzschnitten. Das Trennende erweist sich da eigentlich als eine harmonische Verbindung.

Auf Ulrich Frewels Argentotypie-Fotos gehen eigentlich getrennte „Wurzeln und Steine“ eine Verbindung ein oder zeigt eine „Kieferngruppe“ an, dass jeder Baum auch für sich allein stehen kann. Gastausstellerin Gila Bahmann weiß wiederum Getrenntes auf „Patchwork“ zusammenzufügen und Verbundenes auf der „Map“, der Karte, durch Farbkontraste und eine gezackte Linie zu trennen.

Info Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Juni im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital mittwochs von 9 bis 19 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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