Bäuerliche Erzeugermeinschaft und Molkerei Schrozberg bei Leitmesse in Nürnberg

Keine Frage: "Bio" ist "in" und "Bio" ist Trend, wenn es um Lebensmittel geht. Darauf hat sich die Leitmesse "Biofach" in Nürnberg eingestellt. Auch heimische Unternehmen präsentieren sich an eigenen Ständen.

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  • Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall mit Sitz in Wolpertshausen bucht schon seit vielen Jahren ihren Messestand auf der Biofach in Nürnberg. 1/2
    Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall mit Sitz in Wolpertshausen bucht schon seit vielen Jahren ihren Messestand auf der Biofach in Nürnberg. Foto: 
  • Ebenfalls auf der Biofach vertreten ist die Molkerei Schrozberg mit selbstbewusstem Auftritt. 2/2
    Ebenfalls auf der Biofach vertreten ist die Molkerei Schrozberg mit selbstbewusstem Auftritt. Foto: 
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An die 50.000 Fachbesucher werden von heute bis kommenden Samstag in den Nürnberger Messehallen erwartet, wenn die Naturkostbranche ihre Angebote und - vor allem - Neuigkeiten zeigt. Aus dem Landkreis Schwäbisch Hall sind in diesen vier Nürnberger Tagen drei Unternehmen mit von der Partie: die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) mit Sitz in Wolpertshausen (samt der 2014 übernommenen Dorfkäserei Geifertshofen quasi im Schlepptau) sowie die genossenschaftliche Molkerei Schrozberg.

Auf der "Biofach" wichtigster Auftritt neben der "Slowfood"

Für die Schrozberger wie für die Wolpertshausener ist die Biofach gewissermaßen ein absolutes Muss und die beste Chance, sich Interessenten und potenziellen Kunden "vor der Haustür" vorzustellen. "Da kann es gut und gerne vorkommen", so Geschäftsführer Friedemann Vogt von der innovationsfreudigen Schrozberger Molkerei, "dass wir Besucher kurzerhand ins Auto setzen und mit ihnen nach Hohenlohe fahren, um ihnen unsere Produktionsstätten zu zeigen. Wir haben ja schließlich nichts zu verbergen."

Eher im Gegenteil: Jahr für Jahr stellen die "Milchbauern" in Nürnberg neue Produkte vor, erhielten vor zwei Jahren mit ihrem "Frozen Jogurt" gar den Preis für das beste innovative Produkt. "Diesmal haben wir neue Sommer-Joghurt-Sorten dabei", freut sich Vogt bereits auf die Präsentation, "dazu unser neues Kuhfleckeneis am Stiel und mit Stracciatella und Mango zwei neue Eis-Geschmackssorten."

Die "Genossen" erwarten neben Fachpublikum auch den einen oder anderen ihrer Produzenten am 50 Quadratmeter großen Stand 317 in Halle 7 - "eine Hohenloher Scheune in Echtholz", wie Vogt verrät. Sieben bis acht Personen bilden die Stamm-Standbesetzung, Chef inklusive, versteht sich.

Auch Rudolf Bühler dürfte sich in der benachbarten Halle 6 an Stand 311 der "Bäuerlichen" blicken lassen. Der umtriebige Geschäftsführer weiß, dass "seine" BESH ohnehin einer der Vorzeigebetriebe der Messe ist. Seit Jahren wird in Nürnberg die ganze Palette des Angebots der Erzeugergemeinschaft gezeigt. In diesem Jahr verstärkt man laut Vertriebsleiter Werner Vogelmann die Demeter-Schweinefleisch-Frischlinie. "Bio-Fleisch von Rind, Schwein und Kalb gehören ja ohnehin zu unserem Auftritt", ergänzt er. Dazu gesellen sich die bekannten Bio-Gewürze und - erstmals - drei Sorten Bio-Senf aus eigenem Anbau.

Und auch die Produkte der 2014 zahlungsunfähigen und von der BESH übernommenen Dorfkäserei Geifertshofen (seitdem als AG geführt) gibt es am Stand der Hohenloher Naturkostanbieter. Zwölf Personen werden sich regelmäßig am Stand der Kundschaft widmen, so der für den Nürnberger Messeauftritt veranwortliche Werner Vogelmann. Für die Wolpertshausener ist der Auftritt auf der Biofach der wichtigste neben dem auf der Slowfood im April in Stuttgart: "Genau unsere Klientel", lässt Vogelmann wissen.

Obwohl die Handelsbeziehungen zuletzt auch in Richtung Norden und hier speziell in die Bundeshauptstadt Berlin ausgebaut wurden, gelten die Regionalmärkte in Süddeutschland als Hauptabsatzgebiete. Die BESH mit ihrem im Süden weithin größten Bio-Schlachthof wissen um ihre Stärken und die weithin anerkannte Qualität ihrer Produkte. "Aber natürlich wollen auch unsere Kunden in Berlin wissen, woher das Fleisch kommt", so Vogelmann. "Solch einen Nachweis erbringen wahrscheinlich alle Aussteller auf der Biofach."

Biofach: Weltleitmesse für ökologische Konsumgüter

Im 27. Jahr gibt es heute die Biofach, die inzwischen weltweit größte Messe für ökologische Konsumgüter. Sie ist damit zur Weltleitmesse geworden. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Weltdachverbands der ökologischen Anbauverbände IFOAM. Seit 2007 hat der Bereich Naturkosmetik seine eigenständige Fachmesse "Vivaness".

Zuletzt kamen zur Biofach 2344 Aussteller (rund 70 Prozent aus dem Ausland) und 44 624 Fachbesucher. Heuer stellen vom 10. bis 13. Februar 2544 Aussteller aus 77 Ländern ihre Produkte in den Nürnberger Messehallen vor. Die Brutto-Ausstellungsfläche geben die Veranstalter mit rund 81.000 Quadratmetern an. Das gesamte Umsatzvolumen der Naturkost-Branche von mehr als 3,04 Milliarden Euro unterstreicht die Bedeutung der Messe und belegt so etwas wie die "Bio-Wende". els

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