Ausstellung zu “Wolfskindern“ im Crailsheimer Rathaus

Die Ausstellung „Wolfskinder“ im Arkaden-Forum im Crailsheimer Rathaus ist auch am morgigen Sonntag geöffnet (11 bis 17 Uhr).

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Das Schicksal ostpreußischer Kinder am Ende des Zweiten Weltkriegs beleuchtet eine Ausstellung im Forum in den Arkaden.  Foto: 

Bei der Eroberung Ostpreußens durch die “Rote Armee“ 1944/45 wurden Tausende Kinder von ihren Angehörigen getrennt. Auf sich allein gestellt führten sie häufig gegen Hunger, Kälte und Gewalt einen Kampf auf Leben und Tod. Eine Ausstellung im Crailsheimer Rathaus beleuchtet ihr Schicksal.

Einige fanden Unterschlupf bei litauischen Bauern, die sie heimlich aufnahmen und notdürftig versorgten. Meist erhielten die Kinder eine neue Identität und litauische Namen, um ihre Herkunft zu verschleiern. Über Jahrzehnte blieb ihr Schicksal einer größeren Öffentlichkeit unbekannt.

Die Wanderausstellung “Wolfskinder“ des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Ostpreußischen Landesmuseums dokumentiert das Schicksal dieser Kinder. Sie basiert auf einem Oral History-Projekt der Fotografin Claudia Heinermann und der Journalistin Sonya Winterberg, die über mehrere Jahre nach Litauen reisten, um die noch lebenden Wolfskinder zu besuchen und mit ihnen über die Erlebnisse ihrer Kindheit und ihre Lebensumstände zu sprechen. Ihre bewegenden Schicksale werfen ein Schlaglicht auf ein besonderes Kapitel der Zeitgeschichte. Die Ausstellung ist auf Initiative des Städtepartnerschaftskomitees Jurbarkas und des Stadtarchivs im Forum in den Arkaden im Crailsheimer Rathaus zu sehen (bis 9. Oktober).

Info Die Öffnungszeiten der Ausstellung im Arkaden-Forum: montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr.

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