Auge in Auge mit einem Büffe - Ehepaar Kaern feiert goldene Hochzeit

Mit der Mutter wanderte Heinz Kaern 1956 in die USA aus. Dort studierte er, lernte seine Frau Betty kennen und lieben. 1972 ging es als Familie wieder nach Deutschland. Das Paar feiert am heutigen Freitag goldene Hochzeit.

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Betty und Heinz Kaern haben sich in den USA kennen- und lieben gelernt. 1972 zog das Paar vom US-Bundesstaat Illinois nach Crailsheim.  Foto: 

"Ich hatte viel Glück in Amerika", erzählt Heinz Kaern. Als 18-Jähriger wanderte er gemeinsam mit seiner Mutter in die USA aus, in die Nähe von Detroit. Bereits nach einer Woche fand er eine Anstellung bei der Shell-Oil-Company. "Dann entschloss ich mich zu studieren", erinnert sich der heute 77-Jährige.

1962 lernte er bei einem Picknick seine spätere Ehefrau Betty flüchtig kennen. Ihre Eltern waren in den 1920er-Jahren von Mainz in die USA umgesiedelt. "Damals hat er sich aber mehr mit meiner Mutter unterhalten", tadelt ihn seine Frau. Der Kontakt verlief sich wieder. "Ich bin 1963 für ein Jahr nach München zum Studieren", sagt Betty Kaern.

Als sie wieder nach Detroit kam, hatten die beiden Germanistikstudenten auch gemeinsam Seminare. "Eigentlich entstand da erst der richtige Kontakt", erinnert sich ihr Ehemann. Und plötzlich ging alles sehr schnell: Anfang 1964 fing das Paar an, sich regelmäßig zu treffen. Am 28. November des gleichen Jahres heirateten sie schon.

Gemeinsam haben sie in den letzten 50 Jahren viel erlebt. "Wir sind immer gern gereist", erklärt Heinz Kaern. Besonders blieb den beiden ein Wochenendausflug im Gedächtnis. "Während Heinz in Nebraska promovierte, sind wir zum Mount Rushmore gefahren", erzählt die 71-Jährige. Auf dem Weg zu den vier in Stein gemeißelten Abbildern der US-Präsidenten Washington, Roosevelt, Lincoln und Jefferson kreuzte eine Herde Büffel den Weg des Paars. "Alle haben Platz gemacht, bis auf ein einzelnes Tier", sagt Heinz Kaern. So standen die Kaerns für eine Weile Auge in Auge mit dem Büffel, bis sie ihn doch passierten.

1972 zog das Paar wieder nach Deutschland. "Hier gab es mehr Arbeitsplätze für Lehrer als in den USA", erklärt Heinz Kaern. Die Wahl fiel auf Crailsheim, da von hier die erste Zusage kam. Bis zu seiner Pension arbeitete er an der Kaufmännischen Schule in Crailsheim. Seine Frau Betty hielt ihm mit der Erziehung der zwei Söhne stets den Rücken frei.

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