Freizeit: Sogar ein „Lok-Doc“ im Einsatz

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Nicht gesetztDamit hätten die beiden Modelleisenbahn-begeisterten Mühringer Brüder Manfred und Lothar Fischer nun wahrlich nicht gerechnet. Die von ihnen am Samstag in der örtlichen Turnhalle nebst Nebenräumen organisierte Modelleisenbahn-Börse erwies sich als Publikums-Magnet. Obwohl die Börse in der Szene als eher kleineres Event für Modelleisenbahnfreunde gilt, lockte sie Standbeschicker aus St. Georgen, Pforzheim, Schwäbisch Gmünd, Biberach an der Riss und vom Bodensee ins beschauliche Eyachtal. Mit ihnen kamen so viele Besucher, wie sie die beiden Fischer-Brüder seit dem Jahre 2011 noch nie gezählt haben.
Aber nicht nur aus dem „Ländle“ waren die Aussteller gekommen, sondern auch aus dem nahen Horb. So etwa erstmals der frühere Horber FD/FW-Stadtrat und einstige Revierleiter Herbert Beutter mit seiner „Wiking“-Sammlung. Er hatte zu Hause ordentlich seine Bühne ausgemistet und war dabei auf Spielzeug gestoßen, von dem er sich nun im fortgeschrittenen Alter trennen wollte.
Renner waren bei ihm seine angebotenen Feuerwehr-, Post- und Polizeiautos in Miniatur, derweil sich die Nachfrage etwa nach Sattelschleppern doch eher in Grenzen hielt. Insgesamt war das Angebot von enormer Vielfalt geprägt. Wer sich etwa nach Schienen und Weichen verschiedenster Größen, ganzen Zügen oder Utensilien erkundete, fand im reichhaltigen Angebot meist das Richtige.
Ein ewig junges Hobby
Dominierend waren Produkte der Edelmarken „Märklin“ und „Fleischmann“. Auch Hans Steiner aus Dettingen, einer der wohl bekanntesten Horber Modelleisenbahnfreunde, war in Mühringen vor Ort und fand lobende Worte für die Veranstalter und den familiären Charakter dieser Börse. Steiner weiß, wovon er redet, ist er doch auf nahezu jeder Modelleisenbahnbörse im Südwesten vertreten. Ihm ist aufgefallen, dass das Interesse „der Alten“ an Veranstaltungen wie diesen größer sei als jenes „der Jungen“, was eine deutliche Aussagekraft hinsichtlich der Akzeptanz dieses ewig jungen Hobbys von Generationen vermuten lässt.
Doch mit einem konnten die Mühringer aufwarten, was in vergleichbaren (aber zumeist vielfach größeren) Börsen nicht gefunden werden kann. Mit Markus Schick aus Horb war in der Turnhalle, in der der örtliche Tischtennisclub die Bewirtung übernommen hatte, ein leibhaftiger „Lok-Doktor“ vertreten, wie es Lothar Fischer süffisant formulierte. Der Sohn des bekannten Mühringer Feuerwehrmannes und Akkordeonisten Hans Schick hat sich, wie er selbst sagt, sein Wissen und Knowhow über Modelleisenbahnen in den letzten Jahren vornehmlich angelesen und ist inzwischen so weit, dass er mit seinem Werkzeugkoffer zum gefragten Mann wurde.
Großer Andrang herrschte bei ihm vor und durch das Vor-Ort-Reparieren so mancher Loks, Waggons oder auch Weichen zauberte er entspannte Mienen in die Gesichter seiner Klientel.