AM SET: "Gertrude Bell war ihrer Zeit voraus"

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Werner Herzog: "Ich musste den Stoff einfach auf die Leinwand bringen."  Foto: 

Für "Königin der Wüste" holte der Regisseur Werner Herzog Stars wie Nicole Kidman, James Franco und Robert Pattinson vor die Kamera. Er erzählt von einer revolutionären Abenteuerin.

Wie haben Sie von der Figur Gertrude Bell erfahren?

WERNER HERZOG: Ehrlich gesagt wusste ich gar nicht, wer Gertrude Bell war, bis ein Produzentenfreund aus Damaskus mir von ihr erzählte. Er brachte mir Kopien ihrer Tagebücher und Briefe. Sie verstand die Würde der Beduinen besser als irgendjemand sonst. Ich musste das einfach auf die Leinwand bringen.

Was hat Sie persönlich fasziniert?

HERZOG: Gertrude Bell war ihrer Zeit mindestens 100 Jahre voraus. Damals durften Frauen in England nicht wählen. Als Bell in Oxford studierte, mussten Frauen in einigen Klassen ihre Gesichter zur Wand drehen, damit die männlichen Studenten durch sie nicht abgelenkt wurden. Alles, was Gertrude Bell machte, war also revolutionär.

Die Besetzung mit Nicole Kidman überrascht. Hatten Sie Sorge, dass sie als Star den Film überstrahlt?

HERZOG: Ich unterscheide etwas Wichtiges: Es gibt keine Stars, aber wer vor meiner Kamera steht, den respektiere ich so, wie man Könige respektieren würde. Nicole Kidman ist eine fantastische Protagonistin.

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