Streuobsttag: Alte Apfelsorten für Kuchen und Smoothie

Erster Crailsheimer Steuobsttag: Die Besucher freuen sich an der Möglichkeiten der Verkostung auf dem Wochenmarkt. Mobile Mosterei presst Direktsaft.

|
Vorherige Inhalte
  • Am Stand des BUND auf dem Rathausplatz können verschiedene Apfelkuchen verkostet werden. 1/4
    Am Stand des BUND auf dem Rathausplatz können verschiedene Apfelkuchen verkostet werden. Foto: 
  • Apfelkönigin Anna-Maria Hußel mag Saft-Fruchtgummis. 2/4
    Apfelkönigin Anna-Maria Hußel mag Saft-Fruchtgummis. Foto: 
  • Ziehr Karim beobachtet, wie Johannes Stefan vom Jugendzentrum die Äpfel zum Mosten verlädt. 3/4
    Ziehr Karim beobachtet, wie Johannes Stefan vom Jugendzentrum die Äpfel zum Mosten verlädt. Foto: 
  • Der Smoothie schmeckt auch dem Mischlingshund Kayla. 4/4
    Der Smoothie schmeckt auch dem Mischlingshund Kayla. Foto: 
Nächste Inhalte

Der Zugang zu komplexeren Themen erfolgt am besten über das persönliche Erleben, das Fühlen, das Schmecken. Der erste Crailsheimer Streuobsttag am Samstag sollte zeigen, wie interessant das Ökosystem Streuobstwiese ist und wie vielfältig die Möglichkeiten der Apfelverarbeitung sind. „Genau, so schön säuerlich muss ein Apfelkuchen schmecken“, stellte der Crailsheimer Wolfgang Ansel bei der Verkostung am Stand des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) fest. „Dazu passen alte Sorten wie Brettacher und Boskoop am besten.“ Ute Stirn hatte noch einen Tipp: „Ich streiche Holundersirup über die Apfelstücke, das gibt einen besonderen Geschmack.“

Rund um Crailsheim stehen mehrere Tausend Streuobstbäume. Zwar sind die Erntemengen aufgrund des Spätfrostes Ende April in diesem Jahr gering. Aber man kann doch noch einiges auf den Wiesen zusammenklauben. „Auf unserer Patenwiese und drumherum haben die Schüler fleißig Äpfel in der Gesamtmenge von rund einer Tonne gesammelt“, freute sich Johannes Stefan vom Jugendzentrum, während er gemeinsam mit Ziehr Karim die Früchte zur mobilen Mosterei brachte.

Marc Walcher aus Nordheim bei Heilbronn verarbeitete in seinem Anhänger die Äpfel zu Saft und erklärte: „100 Kilogramm Äpfel ergeben rund 70 Liter Flüssigkeit.“ Der Apfelsaft schmeckte nicht so süß wie erhofft – den Früchten fehlt aufgrund der wenigen Herbstsonnentage noch etwas Zucker. Trotzdem war das Team vom Jugendzentrum um ­Erich Beyerbach sehr zufrieden. Die vielen Kartons mit frisch abgefülltem Apfelsaft entlohnten für die Mühen des Aufsammelns.

Smoothies – kalte Mixgetränke aus Obst – sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Die Ernährungswissenschaftlerin Annette Freder aus Backnang mischte Äpfel mit anderen Früchten und Kräutern zu „Fresh Magma“. Der orangene Smoothie kam bei den Besuchern gut an. Sogar der Mischlingshund Kayla der Crailsheimer Familie Wagner fand Gefallen daran. „Bäume holen Nährstoffe aus tiefen Schichten“, sagte die Ernährungsspezialistin. „Damit können wir viele Vorgänge in unserem Körper unterstützen. Das ist auch etwas für den kleinen Geldbeutel.“ Zu besonderen Anlässen werden die Smoothies mit etwas Amaretto verfeinert.

Die Stadt Crailsheim ist wie die Gemeinde Kreßberg Teil der Fränkischen Moststraße. Deren Apfelkönigin Anna-Maria Hußel war mit dem Besucheraufkommen am Samstagvormittag zufrieden. „Den Crailsheimer Streuobsttag gibt es zum ersten Mal, er wird sich etablieren“, so die Apfelhoheit. „Es hätte nur deutlich wärmer sein können.“ Um das Thema lokales Obst schmeckbar zu machen, gab es am Stand Kreßberger Fruchtgummis. Hußel probierte und fand ihren Favoriten: schwarze Johannisbeere.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Keiner soll zurückbleiben

Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und das Landratsamt im Kreis Ansbach bilden eine Jugendberufsagentur – zur besseren Förderung benachteiligter Jugendlicher. weiter lesen