Alle Tücken des Teigs gemeistert

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Gemeinsam geht alles besser: Plätzchen wurden in der Schulküche in Ingersheim wie am Fließband produziert.  Foto: 

Klar, am Anfang „beschnupperten“ sie sich. Sie kannten sich ja gar nicht, die Ingersheimer Hausfrauen, die Ingersheimer Konfirmanden und die Bewohner des Otto-Möbus-Hauses, die sich da in der Ingersheimer Schulküche versammelt hatten.

Sie saßen erst mal alle gemeinsam an einem großen Tisch, und auch wenn ein Gespräch zunächst nicht so richtig aufkommen wollte, hatten doch alle dasselbe Ziel: Sie wollten Weihnachtsplätzchen backen. Organisiert hatte dieses „integrative Backen“ die Ingersheimer Kirchengemeinde. Gerlinde Mack gab noch kurz eine Einweisung in die Küche: „Die heißen Bleche nicht auf die Abstellfläche stellen“ – und dann ging‘s los. Schnell waren die Plätzchenbäcker auf die vier Kochecken verteilt.

Die einen wollten Nussecken backen, die anderen Zitronenschnitten, Haferflockenhäufchen oder Brüsseler Brot. Und weil die Teige zum größten Teil schon fertig waren, ging‘s an den Kochstellen auch direkt zur Sache. Jeder hatte eine Aufgabe: Teig rollen und in Scheiben schneiden. Teig aufs Blech streichen. Teig auswellen, Teig ausstechen – was halt so anfällt in der Weihnachtsbäckerei.

Schnell begann es in der Schulküche verführerisch zu duften. Nach Zimt und Plätzchen, nach Schokolade und Weihnachten ganz allgemein. Und wenn an vier Backöfen engagiert gearbeitet wird, wenn viele gemeinsam Hände anpacken, dann geht das wie geschmiert. Besonders beim Brüsseler Brot, bei dem Heike aus dem Otto-Möbus-Haus eine Methode gefunden hatte, zwei Plätzchen auf einmal zu schneiden – da staunten auch die Konfirmandinnen Jule und Laura. Kein Wunder, dass die Plätzchen im Handumdrehen im Ofen waren. Und gleich kam die nächste Sorte dran: Schoko-Lebkuchen. In der Nachbarschaft produzierte Vanessa Jäger mit ihren Helfern Dorle und Siggi derweil Ausstecherle wie am Fließband. Blecheweise kamen sie aus dem Ofen, mal mit buntem Zucker, mal mit Schokosplittern verziert. „Ja, wenn wir von den Offenen Hilfen etwas anpacken, dann richtig“, lacht sie.

Die Konfirmandinnen Lis und Larissa kümmerten sich unterdessen um die Nussecken, unterstützt von Isolde Schöner. Und Konfirmand Kilian, der seine Mutte Heike Stegmeier mitgebracht hatte, wurde dazu abgeordnet, alle Rezepte und die dazugehörigen Plätzchen zu fotografieren.

Aber Plätzchenbacken ist anstrengend. Mareike und Angie klebten noch schnell die letzten Spitzbuben zusammen, dann setzten sie sich auch mit an den Tisch. Alle waren geschafft, aber glücklich. Jetzt gab es Butterbrezeln – eine Wohltat nach all’ den süßen Genüssen. Doch zu müde zum Schwätzen waren die Plätzchenbäckerinnen und -bäcker nicht. Sie erzählten sich von den Tücken des Teiges, von der Glasur, die nicht fest werden wollte und überhaupt, dass das gemeinsame Backen riesigen Spaß gemacht hat.

Ob man das denn wiederholen sollte, fragte Beate Prinz-Faker am Schluss die Konfirmanden, „wir können das nächste Mal ja auch kochen“. Und die Konfirmanden nickten begeistert...

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