„Young Americans“ und Crailsheimer Realschüler begeistern Publikum

Mit einer energiegeladenen Show haben sich die „Young Americans“ am Sonntagabend von der Realschule am Karlsberg verabschiedet.

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Mitreißend: Die Abschluss-Show der „Young Americans“ an der Realschule am Karlsberg.  Foto: 

Rund 700 Zuschauer drängten sich in der Großsporthalle, um die große Abschlussshow der „Young Americans“ gemeinsam  mit Schülern der Realschule mitzuerleben. Wie sehr die 144 Schüler und die mehr als 40 jungen Künstler aus neun verschiedenen Nationen über den dreitägigen Workshop zusammengewachsen waren (das HT berichtete), war deutlich zu spüren und vor allem zu hören: Jubel, Applaus und die obligatorischen Anfeuerungsschreie hallten von Anfang an durch die Halle.

Im ersten Teil der Show zeigten die Gäste aus den USA, was sie sängerisch und tänzerisch auf dem Kasten haben. Ohne Aufwärmphase stürzten sie sich und das Publikum in eine mitreißende Show, und so manch einer fühlte sich gefühlsmäßig in die alten Fernsehzeiten zurückversetzt, als die Serie „Fame“ über den Bildschirm flimmerte. Es gab beeindruckende sängerische und tänzerische Einlagen von Steptanz über Hip-Hop und Swing bis hin zu Ballett.

Die Künstler ließen im Tempo nie nach und hatten trotz steter Szenen- und Kostümwechsel immer ein Lächeln auf den Lippen, auch bei der  Interaktion mit den Schülern, die vor der Bühne auf dem Boden saßen und die Tänzer und Sänger abklatschten und anfeuerten. Kein Wunder also, dass es bereits zur Pause die ersten stehenden Ovationen und Zugabe-Rufe gab – obwohl bis dahin noch kein einziger Schüler auf der Bühne gestanden hatte. Die Crailsheimer hatten ihren Auftritt im zweiten Teil der Show, nachdem Musical-Direktor Jeffrey Polk dem Publikum einen kleinen Abriss dessen präsentiert hatte, was die „Young Americans“ rund um den Globus bewegen.

Mit viel vor allem auch körperlichem Einsatz zeigten die über hundert Schülerinnen und Schüler, was sie in den drei Workshop-Tagen gelernt hatten. Sie nahmen die Zuschauer unter anderem mit auf einen rasanten Ritt durch die Geschichte berühmter Filmmelodien und hielten bei dem irren Tempo, das die Profis vorlegten, hervorragend mit. Einzelne Schüler wagten gar Soloeinlagen, immer unterstützt von den „Young Americans“, die im Stil von Mentoren jeden Schüler bei seinem Auftritt begleiteten.

Dabei wurde deutlich, dass auch an der Realschule am Karlsberg zahlreiche junge Talente schlummern. Manche waren gar so gut, dass das Publikum sich fragte, wer nun Schüler war und wer nicht, etwa beim Solo-Auftritt von Alexandra Heider, die ein Stück aus dem „König der Löwen“ zum Besten gab. Überhaupt verschmolzen Schüler und Profis nicht nur wegen der einheitlichen T-Shirts zu einer harmonischen Einheit, sondern auch weil sich die „Young Americans“ an den richtigen Stellen zurücknahmen, um den Schüler im Rampenlicht zu unterstützen.

„Wir machen nicht nur Musik, singen und tanzen, sondern wir feiern Liebe, Leben, Lachen und zeigen, wie die Welt aussehen kann“, erklärte Jeffrey Polk den Zuschauern. Auch Schulleiter Ullrich Kern machte in seiner kleinen Ansprache am Ende deutlich, welchen sozialen Nutzen solch ein Projekt haben kann: „Über Europa breiten sich rechte Tendenzen aus, und heute haben wir die richtige Antwort darauf gegeben. Musik kennt keine Grenzen. We are one world, we are one nation.“

Finanziell unterstützt wurde der mittlerweile vierte Besuch der „Young Americans“ vom Freundeskreis der Realschule und von den Kiwanis, deren Vertreter es sich natürlich nicht nehmen ließen, sich das Spektakel live anzuschauen.

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